Serbiens schönste Staatssekretärin sitzt in U-Haft

Dijana Hrkalović auf ihrem privaten Instagram-Account
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Wegen möglicher Verbindung zum Mafia-Boss des in der Wiener City erschossenen Opfers, wurde eine ehemalige serbische Staatssekretärin inhaftiert.

Er soll bestialischen Morde beauftragt, seine toten Feinde durch einen Fleischwolf drehen lassen und als Ćevapčići mit Senf und Zwiebeln verspeist haben. Der Boss des montenegrinischen Kavački-Clans Radoje Z. (38) wird weltweit gesucht. Gegen seinen gefassten Schlächter, den als "Butcher" bekannten Veljko B. und 30 andere Clan-Mitglieder legte ein Sondergerichtshof für organisierte Kriminalität am Freitag die Anklageschrift vor. Die Punkte: Fünffacher Mord, Drogenhandel, illegaler Waffenbesitz und zahlreiche andere schwere Verbrechen.

Verstrickung mit serbischer Politik

Jetzt kommt heraus, die brutalen Verbrecher schienen beste Beziehungen bis in höchste politische Kreise gehabt zu haben. Als Verdächtige im Fall wurde nun die ehemalige Staatssekretärin im Innnenministerium, Dijana Hrkalović, wegen Verdunkelungsgefahr festgenommen. Die enge Vertraute von Aleksandar Vučić soll Gespräche des Präsidenten aufgezeichnet und sensible Informationen an die Mafia weitergegeben haben. 2019 zog sie sich aus unbekannten Gründen aus der Politik zurück.

Ermittler fanden Geld in Safe

In der Belgrader Wohnung der auf Instagram sehr aktiven Ex-Politikerin fanden Ermittler teure italienische Designermöbel, auf der Terrasse sollen gerade eine Sauna und ein Springbrunnen gebaut worden sein. In einem Safe fand man rund 50.000 Euro. Im Verhör will sie sich nun an nichts mehr erinnern und verweigerte einen Lügendetektortest.

Der Kavački-Clan operiert aus der montenegrinischen Hafenstadt Kotor, die als Umschlagplatz für Kokain aus Südamerika gilt. Bei Kampf um die Vorherrschaft am Balkan zwischen verschiedenen Clans wurden bisher mindestens 40 Menschen getötet. Die meisten wurden Opfer von Schießereien und gezielten Bombenattentaten - eine noch unbekannte Anzahl verstarb im gefundenen Folterkeller.

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