Welt

Sex-Mob aus Silvesternacht kommt ungestraft davon

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:27

Brisanter Bericht des Bundeskriminalamts (BKA): Über 2.000 Männer belästigten in der Silvesternacht mehr als 1.200 Opfer sexuell, 900 Sexualdelikte wurden in ganz Deutschland angezeigt. Aber: Nur 120 Verdächtige wurden ausgeforscht und bisher gab es nur vier Verurteilungen. Wie die Polizei bekannt gab, wird der Großteil der Taten ungesühnt bleiben.

Brisanter Bericht des Bundeskriminalamts (BKA): Über 2.000 Männer und bisher gab es nur vier Verurteilungen. Wie die Polizei bekannt gab, wird der Großteil der Taten ungesühnt bleiben.

"Wir müssen davon ausgehen, dass viele dieser Taten auch im Nachgang nicht mehr ausermittelt werden", so BKA-Präsident Holger Münch in einem Bilanzbericht, der der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt. Zwar geht man von über 2.000 Tätern aus, aber nur 120 konnten identifiziert werden, und selbst ihnen kann schwer eine konkrete Tat nachgewiesen werden.

Schock bei den mehr als 1.200 Opfern (alleine in Köln gab es rund 650 betroffene Frauen, in Hamburg waren es mehr als 400) und allen anderen Bürgern, denn die angezeigten 900 Sexualdelikte -werden vermutlich ungesühnt bleiben. Das aus zwei Gründen: Einerseits gab es aufgrund der Vielzahl der Angreifer, die in Gruppen auftraten, kaum brauchbare Beschreibungen der Täter. Andererseits kann den bisher 120 identifizierten Verdächtigen nur schwer eine konkrete Tat zur Last gelegt werden.

Wie die Polizei weiter bekannt gab, stammt der Großteil der Verdächtigen aus Nordafrika, Syrer seien "praktisch nicht beteiligt" gewesen. Dennoch sieht das Bundeskriminalamt einen Zusammenhang zwischen "der starken Zuwanderung gerade in 2015" und den sexuellen Übergriffen. Die Hälfte der Tatverdächtigen hielt sich erst seit weniger als einem Jahr in Deutschland auf.

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