Sex-Verbot: Wozu 160.000 Kondome bei Olympia?

Kondom-Lieferung für die Olympischen Spiele
Kondom-Lieferung für die Olympischen Spieleimago images/PENCHAN
Bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio sollen die Athleten Abstand wahren. Trotzdem werden 160.000 Kondome geliefert.

In 45 Tagen beginnen in Japan die Medaillen-Wettkämpfe, bei denen das Coronavirus natürlich auch ein Dauerthema sein wird. Deswegen erhielten alle Teilnehmer ein 33-seitiges Richtlinienbuch, in dem sie dazu aufgefordert wurden, körperliche Interaktionen zu vermeiden. Im Klartext: Sex ist bei den Spielen tabu.

Dennoch wurden jetzt 160.000 Kondome nach Tokio geliefert, die bei den Wettkämpfen verteilt werden sollen. 11.000 Teilnehmer werden bei den Spielen erwartet, also kommen auf einen Sportler 14 Kondome.

Grundsätzlich hat die Aktion bei Olympia Tradition. Bereits 1988 wurden Präservative verteilt, auch um der Verbreitung von HIV vorzubeugen. Bei den Spielen in Rio wurden sogar 450.000 Kondome verteilt, also deutlich mehr als in Japan. Den offensichtlichen Widerspruch zwischen Kondomen und sozialer Distanzierung erklären die Veranstalter nicht. Aber sie bitten die Teilnehmer: Nehmt die Kondome mit nach Hause!

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