Mit einer Aussage über Schiedsrichterin Ana Carvalho sorgte Adolfo Daniel Vallejo bei den French Open für einen Eklat. Nun rudert der Paraguayer zurück und entschuldigt sich öffentlich. Nach seinem Aus gegen den Franzosen Moise Kouamé erklärte der 22-Jährige in den sozialen Medien: "Ich habe Respekt vor den Schiedsrichtern und der Arbeit, die sie leisten."
Vallejo hatte in der zweiten Runde von Roland Garros ein Marathon-Match gegen den 17-jährigen Lokalmatador verloren. Nach der 3:6-, 5:7-, 6:3-, 6:2-, 6:7-Niederlage äußerte er sich kritisch über die Bedingungen auf dem Court und sorgte dabei mit einem Satz für heftige Reaktionen. Im Gespräch mit dem Tennisportal "Clay" sagte Vallejo: "Das Spiel muss von einem Mann geleitet werden, denn es ist ein sehr anspruchsvolles Publikum, und man braucht viel Kraft, um gegen die Zuschauer anzukommen."
Die Organisatoren der French Open reagierten umgehend und kündigten eine empfindliche Geldstrafe an. Zudem verurteilten sie die Aussagen scharf. Vallejo bemühte sich daraufhin um Schadensbegrenzung. "Nach einem fünfstündigen Kampf war ich sehr aufgebracht und voller Emotionen. Ich entschuldige mich", schrieb der Paraguayer.
Zugleich widersprach er dem Eindruck, die brasilianische Schiedsrichterin für seine Niederlage verantwortlich gemacht zu haben. "Ich möchte auch klarstellen, dass ich ihr die Schuld an der Niederlage nicht gegeben habe. Sie hat während des gesamten Spiels gute Arbeit geleistet", erklärte der Weltranglisten-71. Auch den Vorwurf des Sexismus wollte er entkräften. Seine Aussagen seien falsch interpretiert worden. Abschließend versprach Vallejo: "Ich werde daraus lernen und mich bessern."
Während des Fünfsatz-Krimis hatte Vallejo immer wieder mit der lautstarken Unterstützung der französischen Fans für Kouamé zu kämpfen. Der 17-Jährige bedankte sich nach seinem Erfolg ausdrücklich beim Publikum: "Einfach nur danke, es ist euer Sieg. Ohne euch hätte ich dieses Match nie gewonnen."
In der dritten Runde trifft Kouamé nun auf den Chilenen Alejandro Tabilo.