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Sexistische Männer haben häufiger psychische Probleme

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:13

Männer, die versuchen, Macho-Normen zu entsprechen, haben eher psychische Probleme als solche, die sich nicht so sehr an maskuline Geschlechterklischees gebunden fühlen. Das ergab eine neue Studie der American Psychology Association.

Männer, die Macht über Frauen haben oder sich als "Playboy" sehen, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, an psychischen Problemen zu leiden. Das ist das Ergebnis einer großangelegten US-Studie. Die Forscher erstellten einen Katalog von elf "maskulinen Normen", die gesellschaftlich als typisch männlich aufgefasst werden. Je mehr dieser Eigenschaften Männer erfüllten, desto anfälliger waren sie für psychische Probleme.

Die 11 maskulinen Eigenschaften der Studie:


der Wunsch, immer Erster zu sein
das Bedürfnis, Emotionen unter Kontrolle zu haben
Risikobereitschaft
Gewaltbereitschaft
Der Wunsch nach Dominanz
sexuelle Promiskuität (ein "Weiberheld" sein)
Wunsch nach Eigenständigkeit
der Arbeit stets den Vorzug zu geben
Wunsch nach Macht über Frauen
Verachtung von Homosexualität
das Streben nach sozialem Status


Je mehr dieser Eigenschaften Männer erfüllten, desto anfälliger waren sie laut Studie für psychische Leiden wie Stress, Depression, Angstzustände, Alkohol- oder Drogenmissbrauch sowie mangelnde Zufriedenheit mit dem eigenen Körper.

Sexismus macht krank

Drei der elf obengenannten Eigenschaften tauchten besonders häufig in Zusammenhang mit psychischen Problemen auf: der Wunsch nach Eigenständigkeit, der Wunsch nach Macht über Frauen sowie "Playboy"-Verhalten (mit besonders vielen Frauen Sex haben zu wollen). Die beiden letztgenannten werden am häufigsten als Indizien von sexistischen Ansichten und Verhalten gesehen.

"Sexismus ist eine Form sozialer Ungerechtigkeit und dürfte letztendlich schädlich für alle sein, die 'Täter' eingenommen", sagte einer der Hauptverantwortlichen der Studie, der Psychologe Joel Wong, der "Huffington Post". Hinzu komme, dass gerade jene Männer, die besonders gefährdet sind, auch diejenigen sind, die am seltensten professionelle psychologische Hilfe in Anspruch nehmen.

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