Bei der renommierten Gooding-Christie's-Auktion in Pebble Beach hat das Shelby Cobra Daytona Coupé CSX2300 aus dem Jahr 1964 einen neuen Rekord aufgestellt.
Das sorgfältig restaurierte, blaue Coupé erzielte inklusive Aufgeld den unglaublichen Preis von 42,9 Millionen US-Dollar – umgerechnet etwa 37 Millionen Euro.
Damit ist das Rennfahrzeug das teuerste amerikanische Auto, das jemals bei einer Auktion unter den Hammer kam.
Es ist zugleich das Spitzenergebnis der diesjährigen Monterey Car Week, bei der die gesamten Versteigerungen rund 748 Millionen US-Dollar Umsatz brachten.
Wie "motorsport-total" berichtet, übertraf der Shelby damit den bisherigen Rekord für US-Autos deutlich. Zuvor lag dieser bei 22 Millionen US-Dollar für einen Duesenberg SSJ, der 2018 ebenfalls in Pebble Beach versteigert wurde.
Der Shelby Daytona CSX2300 ist das dritte von nur sechs gebauten Exemplaren und das einzige, das einst Carroll Shelby persönlich gehörte. Peter Brock entwickelte dieses Modell speziell, um auf den Rennstrecken Europas mit dem legendären Ferrari 250 GTO zu konkurrieren.
Das Coupé hat eine beeindruckende Rennhistorie: 1965 nahm es an Rennen wie dem Daytona Continental, in Sebring, am Nürburgring, bei der Tour de France und in Reims teil.
Dort erreichte es den neunten Gesamtrang und trug entscheidend zum FIA-GT-Meisterschaftsprogramm von Shelby American bei.
Die Preisspirale für amerikanische Top-Rennwagen zeigt sich deutlich: 2009 wurde eine andere Daytona-Cobra für 7,7 Millionen US-Dollar verkauft – ein Bruchteil des aktuellen Rekordpreises. Weitere Highlights in Monterey waren eine Chevrolet Corvette Grand Sport von 1963, die bei RM Sotheby's fast 19 Millionen US-Dollar erzielte, und ein Ferrari 250 GTO, der Anfang des Jahres die europäische Bestmarke setzte.
Hochkarätige Rennwagen der 1960er-Jahre gelten damit zunehmend als globale Anlageklasse und nicht nur als nostalgische Sammlerstücke.