Der britische Öl-Riese Shell rechnet wegen der stark gestiegenen Ölpreise mit einem satten Gewinnplus. In der Marketing-Sparte von Shell, wo vor allem das weltweite Tankstellennetz dazugehört, sollen die bereinigten Gewinne im ersten Quartal "deutlich höher ausfallen" als im gleichen Zeitraum des Jahres 2025, so Shell am Mittwoch. Die Quartalszahlen will der Konzern am 8. Mai vorlegen.
Weniger rosig schaut es beim Geschäft mit Flüssigerdgas (LNG) aus. Shell hat langfristige Verträge mit Katar abgeschlossen. Doch die LNG-Produktion dort ist wegen iranischer Angriffe auf die Anlagen massiv eingeschränkt. Zusätzlich ist die Straße von Hormus für den Seetransport von LNG blockiert.
Im Februar hatte Shell für 2025 einen um elf Prozent gestiegenen Jahresüberschuss von 17,838 Milliarden Dollar bekannt gegeben, obwohl die Ölpreise im Vorjahr gefallen waren. Der Rückgang konnte laut Konzern über das Absatzvolumen und geringere Kosten ausgeglichen werden.
Am Mittwoch in der Früh hat die Shell-Aktie deutlich nachgegeben – Grund war die Ankündigung eines Waffenstillstands mit dem Iran durch US-Präsident Donald Trump. Der Ölpreis ist daraufhin um rund 15 Prozent gefallen, die Shell-Aktie startete mit einem Minus von sechs Prozent in den Handel.