Energiekrise spitzt sich zu

Spritwucher: Bayern stürmen OÖ-Tankstelle mit Kanistern

Steigende Ölpreise treiben Spritkosten in Österreich weiter nach oben. In Schärding wächst der Ärger – während Deutsche mit Kanistern anrücken.
Peter Reidinger
23.03.2026, 17:40
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Die Lage am Energiemarkt verschärft sich weiter: Öl ist aktuell rund 50 Prozent teurer als vor dem Iran-Krieg. Die Internationale Energieagentur warnt bereits vor der womöglich schwersten Energiekrise seit Jahrzehnten. Engpässe bei Öl und Gas treiben die Preise nach oben – auch an Österreichs Zapfsäulen.

Grund dafür sind massive Störungen bei der Versorgung. Vor allem die Straße von Hormus wird zum Nadelöhr. Energie-Experte Johannes Benigni erklärt: Rund 20 Prozent des weltweiten Ölbedarfs laufen über diese Route. Statt bis zu 17 Millionen Fass pro Tag kommen derzeit aber nur mehr etwa 11 Millionen durch. Auch beim Flüssiggas fehlen große Mengen, zusätzlich wurde in Katar eine wichtige Anlage schwer beschädigt.

Spritpreise im Vergleich
Die günstigsten Tankstellen in deiner Nähe
Basierend auf Daten von e-control, ohne Gewähr für die Richtigkeit.

Die Folgen spüren Autofahrer direkt. In Österreich steigen die Spritpreise seit Wochen. Die neue Regelung, wonach Tankstellen Preise nur noch dreimal pro Woche erhöhen dürfen, sorgt dabei derzeit oft für zusätzlichen Ärger.

Punkt 12 Uhr geht's nach oben

In Schärding beobachten viele genau die Uhr – denn punkt 12 Uhr schnellen die Preise oft nach oben. "Ich glaube, dass die neue Regelung keinen Sinn hat. Zudem, wer sollte die Tankstellenbetreiber kontrollieren?", sagt Fahrschulbesitzerin Clarissa Anwander-Breidt.

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Auch Vatavu Costa zeigt sich skeptisch: "Die Spritpreise sind derzeit zu hoch. Ich hoffe aber trotzdem, dass die neue Regelung die Preise nach oben etwas stoppt."

Deutlichere Worte findet Pensionist Alois Steffl: "Die Wirtschaft hat keinen Charakter mehr. Die von der Regierung angekündigten Maßnahmen nur dreimal in der Woche erhöhen zu dürfen, ist wieder nur eine Ankündigung, es wird sich nichts ändern."

Während hierzulande die Preise steigen und die Maßnahmen kaum greifen, zeigt sich im Grenzgebiet ein anderes Bild: In Bayern ist Tanken oft noch deutlich teurer. Am Montag etwa kostete der Liter Diesel dort teilweise 2,75 Euro! Das lockt zahlreiche Deutsche ins Innviertel.

Vor allem in Schärding ist der Andrang groß. Autos mit Passauer Kennzeichen stehen Schlange, viele bringen gleich Kanister mit und füllen auf Vorrat. Der Tanktourismus boomt – bei den aktuellen Preisen kein Wunder.

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