Energiekrise spitzt sich zu

Sprit bald bei 3 Euro! Experte schlägt Alarm

Der Iran-Krieg lässt die Energiepreise explodieren – auch in Österreich. Experten warnen bereits vor Spritpreisen von bis zu drei Euro pro Liter.
Newsdesk Heute
23.03.2026, 09:34
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Die Ölpreise steigen weiter an und sind aktuell rund 50 Prozent höher als vor dem Iran-Krieg. Die Internationale Energieagentur warnt bereits vor der möglicherweise schwersten Energiekrise seit Jahrzehnten.

Gleichzeitig kommt es zu massiven Einschränkungen bei der Energieversorgung. Besonders die Straße von Hormus spielt dabei eine zentrale Rolle. Energie-Experte Johannes Benigni erklärte dazu im "Ö1-Morgenjournal": "Wir haben ungefähr 20 Prozent des weltweiten Ölbedarfs, der von dort gedeckt wird". Das entspreche "so 15 bis 17 Millionen Fass", aktuell könnten aber "nur mehr 11 Millionen raus".

Keine Engpässe, aber steigende Kosten

Auch beim Gas ist die Lage angespannt. Laut Benigni fehlen "ungefähr 20 Prozent, vor allem Flüssiggas", besonders betroffen sei der asiatische Markt. Zusätzlich wurde in Katar die weltweit größte Produktionsanlage für Flüssiggas schwer beschädigt – ein weiterer Schlag für die globale Versorgung.

Für Österreich sieht der Experte derzeit keine unmittelbaren Engpässe, wohl aber steigende Kosten. "Wir bekommen hier weiterhin unseren Diesel. Aber die Preise richten sich nach den internationalen Preisen." Europa könne höhere Preise zahlen als asiatische Länder, die deshalb ihre Nachfrage reduzieren.

Spritpreise im Vergleich
Die günstigsten Tankstellen in deiner Nähe
Basierend auf Daten von e-control, ohne Gewähr für die Richtigkeit.

3 Euro pro Liter möglich

Die Entwicklung zeigt sich bereits an den Zapfsäulen: Diesel kostet inzwischen mehr als zwei Euro pro Liter, Benzin liegt noch knapp darunter. Sollte sich die Lage weiter zuspitzen, könnten laut Einschätzung bald sogar drei Euro pro Liter möglich sein.

Wie lange die Situation anhält, ist unklar. "Es ist nicht mehr die Frage: Wann macht die Straße von Hormus wieder auf? Sondern die Frage ist: Gibt es irgendetwas, das man exportieren kann von dort", so Benigni.

Besonders problematisch sei der Ausfall Katars: "Wenn jetzt so weiterhin das Gas aus Katar ausbleibt, dann haben wir auch in Europa ein Problem." Die Folgen seien global spürbar: "Also weltweit ein Riesenproblem, weil natürlich Katar als einer der größten Flüssiggas-Lieferanten ausfällt."

Preis-Rückgang "wird eine lange Zeit brauchen"

Selbst bei einer raschen Entspannung bleiben die Auswirkungen bestehen. Beim Öl könnte sich die Lage innerhalb weniger Monate etwas beruhigen, doch die Preise werden laut Benigni "nicht mehr auf das Niveau runtergehen, wo sie vorher waren. Das wird eine lange Zeit brauchen."

Noch länger dürfte es beim Gas dauern: "Im Gasbereich werden uns auch nachhaltig ungefähr 17 bis 20 Prozent des Gases aus Katar für die nächsten drei bis fünf Jahre fehlen", warnt der Experte.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 23.03.2026, 10:08, 23.03.2026, 09:34
Jetzt E-Paper lesen