Seit wenigen Tagen steht die Welt Kopf. Mit dem us-israelischen Angriff auf den Iran stellt sich die geopolitische Lage abermals in einem völlig neuen Licht dar. Angesichts der Handelsrouten rechnen Experten mit einer neuen Teuerungswelle. Auch in Österreich sind massive Auswirkungen nicht ausgeschlossen.
Nur wenige Stunden nach Ausbruch des Krieges sind allerdings bereits die Ölpreise in die Höhe geklettert. Das zeigt sich mittlerweile auch an den heimischen Tankstellen. Der Autofahrerclub ARBÖ hat die Preise verglichen.
Dabei zeigt sich: Innerhalb eines Tages stiegen die Preise deutlich an. An einem Standort in Linz etwa stieg der Preis für einen Liter Diesel und Benzin um ganze 15 Cent. Wer dort beispielsweise nach 12 Uhr 50 Liter tankte, zahlte um 7,50 Euro mehr als noch am Vormittag.
Mit gestiegenen Spritpreisen hat auch die Bevölkerung in Deutschland zu kämpfen. Örtlich wurde bereits die 2-Euro-Marke pro Liter geknackt. Deutlich billiger ist das Tanken in den Nachbarländern. Spitzenreiter ist dabei Tschechien. Nur wenige Kilometer hinter Annaberg-Buchholz etwa kostet der Diesel pro Liter 1,28 Euro – zum Vergleich in Annaberg-Buchholz 1,95 Euro.
Viele Menschen ergriffen im Laufe des Tages daher die Tankflucht nach Tschechien, wie ein Lokalaugenschein der Redaktion von "extremwetter" zeigt.
Kurios: An den Tankstellen gibt es Staus, an den Grenzen ebenfalls – die Bundespolizei kontrolliert die Einfuhr von Benzin. Aktuell kann man bis zu 50 Euro je Tankfüllung in Tschechien einsparen. An einigen Tankstellen direkt hinter der Grenze ging bereits das Benzin aus.
Ein Lenker, der den Weg über die Grenze in Kauf genommen hat, hat kein Verständnis für die Preisexplosion. "Die sind alle bekloppt", sagt er. Er habe bereits mehreren Personen von den günstigen Preisen in Tschechien erzählt. Speziell wer weite Strecken zurücklegen müsse, könne hier einiges einsparen.