Sheriff? Dieser Provinzklub führte Alaba und Real vor

Die "Sheriffs" von Tiraspol schockten Alaba
Die "Sheriffs" von Tiraspol schockten AlabaPicturedesk, Imago Images
Herbe Blamage für Real Madrid in der Champions League. Der Klub von David Alaba verlor gegen Sheriff Tiraspol 1:2. Was ist das überhaupt für ein Team?

Vor dem Anpfiff waren die Favoritenrollen klar verteilt. Real ist Rekordsieger der Champions League, stemmte den Pokal schon sieben Mal, siegte auch im Europapokal der Landesmeister sechs Mal. Doch die "Sheriffs" holten die Galaktischen im am zweiten Spieltag der Gruppe D brutal vom Himmel – beim ersten Antreten in der Champions League.

Yakhshiboev (25.) und Thill (89.) trafen für den Underdog, Benzema gelang nur per Foulelfmeter (65.) der zwischenzeitliche Ausgleich. ÖFB-Legionär David Alaba sah beim ersten Gegentor nicht gut aus, als er dem Torschützen im Strafraum zu viel Platz bei einer Flanke von links ließ.

Kleines Land, starker Klub

Fest steht: Die Spanier wissen jetzt, wo Tiraspol liegt. Nämlich in Transnistrien. Das ist eine Region von Moldawien, die sich seit 1990 mit einer Unabhängigkeitserklärung abgetrennt hat. Hinter dem Klub steht der Sheriff-Konzern, das größte Unternehmen des 500.000-Einwohner-Landes. Supermärkte, Tankstellen, Banken, Getränkehersteller, Großbäckereien, ein Fernsehsender, das Mobilfunknetz, der größte Fußballverein und noch viel mehr gehören zum Imperium.

Präsident des Klubs ist Viktor Gushan, der auch für den Bau eines modernen 14.000-Zuschauer-Stadions sorgte. Während die Real-Stars Millionen-Einkommen scheffeln, liegt das Durchschnittsgehalt bei Sheriff bei etwa 13.000 Euro pro Monat. Tiraspol ist zum ersten Mal in der Champions League dabei, schon die 15 Millionen Euro Antrittsgeld sind ein großer Gewinn für den Verein. 

Zwei Spiele, zwei Siege

Schon im Auftaktspiel gegen Donetsk gelang Sheriff mit einem 2:0-Erfolg eine faustdicke Überraschung, gefolgt von der aktuellen 2:1-Sensation gegen Real. In der nächsten Runde wartet am 19. Oktober das Auswärtsspiel bei Inter Mailand. Wie lange der Erfolgslauf des Transnistrien-Klubs anhält, wird die Zukunft zeigen. Mit zwei Siegen aus zwei Spielen sind die Chancen groß, auch im Frühjahr auf der großen internationalen Bühne vertreten zu sein.

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