Ski-Giganten unter sich

Shiffrin stellt Odermatt pikante Kitzbühel-Frage

Gigant Marco Odermatt hat beinahe alles gewonnen auf der großen Ski-Bühne – bis auf den Abfahrts-Klassiker in Kitzbühel.
Sport Heute
10.04.2026, 07:02
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Olympiasieger, dreimal WM-Gold, 54 Weltcupsiege, fünfmal Gesamtweltcupsieger, elf kleine Kristallkugeln – Odermatt ist das Maß aller Dinge im Ski-Weltcup, der Dominator der letzten Jahre und der größte Star der Gegenwart. Doch eines hat der Schweizer in seiner schon jetzt so erfolgreichen Karriere noch nicht erreicht: einen Sieg beim Abfahrts-Klassiker auf der Streif in Kitzbühel.

Odermatt hat "nur" die goldumrandete Gams für den Super-G-Sieg beim Weltcup-Klassiker zu Hause stehen, der Abfahrts-Triumph fehlt dem Ski-Superstar noch. Und das schmerzte Odermatt auch, wie er nach Rang zwei in der Abfahrt 2026 und sieben Hundertstelsekunden Rückstand auf Sieger Giovanni Franzoni zugeben musste.

Shiffrin-Frage an Odermatt

Der noch fehlende Sieg auf der Streif ist jedenfalls ein großer Antrieb für den Schweizer. Doch wie groß? Das wollte auch Odermatts Gegenstück Mikaela Shiffrin, Gesamtweltcupsiegerin der gerade zu Ende gegangenen Saison, im Podcast "Alpine Pulse" wissen. "Was würdest du für einen Abfahrtssieg in Kitzbühel opfern?", fragte die US-Amerikanerin nun.

Danach nannte sie auch selbst Beispiele. Etwa weniger Zeit mit Familie und Freunden zu Hause, um mit mehr Training den Erfolg beinahe zu "erzwingen".

"Wenn ich wüsste..."

"Das ist eine großartige Frage", antwortete Odermatt dann, ließ sich aber keine Antwort entlocken. "Ich lasse mich nie so weit treiben, dass ich mich zwischen solchen Dingen entscheide", so der 28-Jährige, der erklärte, er sei bei Olympia in Bormio gefragt worden, warum er direkt vor den Spielen nicht auf die Weltcuprennen in Schladming oder Crans-Montana verzichtet habe. "Man hat nie eine Garantie für irgendetwas. Deshalb würde ich nie alles oder zu viel opfern, um eine größere Chance von nur einem Prozent zu haben", so der Schweizer. All das würde ihm "nicht helfen".

Allerdings schob Odermatt an: "Wenn ich exakt wüsste, dass es mir zum Sieg verhilft, dann würde ich es wohl tun. Aber es gibt nichts, was ich noch verbessern könnte." Und ergänzte schließlich: "Ich würde nicht mein normales Leben, das ich nebenbei führe, oder den Spaß, den wir haben, dafür eintauschen. Siege sind nicht schön, wenn die Reise dorthin keinen Spaß macht."

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