2024 kündigte Hirscher nach fünf Jahren Pause völlig unerwartet die Rückkehr in den Alpinen Ski-Weltcup an. Dafür schnallte sich der Salzburger die Bretter seiner eigenen Skifirma "Van Deer" an, wechselte zum niederländischen Verband. Und hatte das klare Ziel, bei der WM in Saalbach 2025 an den Start zu gehen. Ein Kreuzbandriss nach drei Weltcuprennen beim Training auf der Reiteralm stoppte das Comeback des Salzburgers. Der Traum von der WM vor der Haustür war geplatzt.
Doch Hirscher gab nicht auf, rackerte in der Reha hart, kämpfte um sein Comeback – vorerst allerdings vergebens. Der mittlerweile 37-Jährige bestritt in der abgelaufenen Weltcup-Saison kein einziges Rennen. Ob der Salzburger noch einmal in den Weltcup zurückkehrt? Offen.
Er wolle ein Comeback nicht ausschließen, aber ebenso wenig um jeden Preis erzwingen, erklärte der mittlerweile 37-Jährige beim "SRF". Zunächst wolle der Salzburger gesund werden. "Dann schauen wir, ob Skirennen möglich sind. Ob es für die oberste Liga reicht, traue ich mich heute absolut gar nicht mehr zu beantworten", erklärte der Skimarken-Gründer. Der "bisherige Heilungsverlauf" seines Kreuzbandrisses sei jedenfalls "nicht positiv" gewesen, so Hirscher. Auch deshalb konnte der Ski-Superstar kein Rennen im letzten Weltcup-Winter bestreiten.
"Jetzt kann ich auch bei diesem Thema mitreden. Hut ab vor jedem Athleten und jeder Athletin, die nach Verletzungen zurückgekommen sind", meinte der achtfache Gesamtweltcupsieger, der sich während seiner Zeit im ÖSV nie schwer verletzt hatte, nun.
Derweil musste Hirscher eingestehen, dass sein erstes Comeback nach fünf Jahren Pause vom Spitzensport womöglich zu schnell kam. "Der Plan war, einige FIS-Rennen zu fahren und körperlich fit zu werden, dann ein paar Europacuprennen. Und wenn es sich ausgeht, das eine oder andere Weltcuprennen", schilderte der nun für die Niederlande startende Hirscher. Die FIS hatte mit den Comeback-Plänen des Ski-Stars vor Augen eine Wildcard-Regelung eingeführt, die dem Salzburger einen Start nach den Top 30 ermöglichte. "Aber im Nachhinein das Buch rückwärts zu lesen, ist immer einfach", meinte Hirscher.