Darum fehlte sie im Weltcup

Ski-Star Shiffrin verrät schlimme Diagnose ihrer Mutter

Mikaela Shiffrin räumte im Ski-Winter einmal mehr groß ab. Jetzt enthüllt sie, dass der Sport in den letzten Monaten oft in den Hintergrund rückte.
Sport Heute
06.04.2026, 15:39
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Eileen Shiffrin, Mutter von Ski-Superstar Mikaela, erhielt im Herbst 2025 die schwere Diagnose Krebs. Das verriet die Dominatorin des Damen-Weltcups nun in ihrem Podcast "What's the Point".

Die 31-Jährige spricht nach Saisonende offen über den Schock. Ihre Mutter sei für sie selbst immer eine Art "Schutzschild" gewesen. Sie hatte ihre Tochter während ihrer gesamten Karriere begleitet und unterstützt. Dann das ungewohnte Bild im Herbst, als das gewohnte Gesicht an der Seite der erfolgreichen Tochter im Zielraum oft fehlte. "Plötzlich warst du diejenige, die Hilfe brauchte", sagt Mikaela im Podcast-Gespräch mit Eileen.

Anstatt wie üblich gemeinsam zur Saisonvorbereitung aufzubrechen, verlief der letzte Saisonstart alles anders. Mikaela: "Du musstest zur Chemo- und Strahlentherapie. Du hast dich dein ganzes Leben um mich gekümmert, jetzt musstest du dich um deinen Körper kümmern."

Die Erkrankung wollten beide aus der Öffentlichkeit fernhalten. Jetzt will Mama Eileen bewusst darüber sprechen, denn: "Ich kann nicht genug betonen, wie wichtig das Bewusstsein ist, dass man zur Mammografie und Koloskopie geht, seine Vorsorgemöglichkeiten wahrnimmt."

Ihr eigener Krebs sei bei einer Routine-Koloskopie entdeckt worden. Beinahe, so Eileen, hätte sie sich aus Stressgründen vor der Olympiasaison gegen den Check entschieden.

Im März war Eileen Shiffrin wieder im Weltcup mit an Bord.
GEPA pictures

Vater starb 2020

Die Familie hatte in den letzten Jahren viel zu verarbeiten. Ein zentrales Thema ist weiterhin der Tod von Vater Jeff, der 2020 bei einem Haushaltsunfall völlig überraschend verstorben war. Shiffrin beschreibt, wie schwierig es war, mit der Trauer umzugehen und gleichzeitig den Erwartungen im Leistungssport gerecht zu werden. Der Verlust sei bis heute spürbar.

In der rund zweistündigen Podcast-Episode wird das besondere Band spürbar, welches das Mutter-Tochter-Duo verbindet und auch die schwierigsten Hindernisse überwinden lässt und von gegenseitiger Wertschätzung geprägt ist.

Sportlich bleibt Shiffrin das Maß aller Dinge. Die US-Amerikanerin krönte sich in Cortina zur Slalom-Olympiasiegerin, ihr drittes Gold unter den fünf Ringen. Dazu gewann sie ihren sechsten Gesamtweltcup, die kleine Kristallkugel im Slalom.

{title && {title} } red, {title && {title} } 06.04.2026, 15:39
Jetzt E-Paper lesen