Shiffrin: "Vor einem Jahr wäre ich enttäuscht gewesen"

Mikaela Shiffrin zeigte sich nach Bronze im Slalom emotional.
Mikaela Shiffrin zeigte sich nach Bronze im Slalom emotional.Gepa
Die beeindruckende Gold-Serie von Mikaela Shiffrin ist mit Bronze im WM-Slalom gerissen. in Gedanken war die US-Amerikanerin aber bei ihrem Vater. 

Rückblick in den Februar 2020. Mikaela Shiffrin brach noch vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie ihre Saison ab, kehrte nach Amerika zurück. Der tragische Grund dafür: ihr Vater Jeff war nach einem Unfall verstorben. Corona verhinderte dann die Weltcup-Rückkehr im Frühjahr. Shiffrin nahm sich wochenlang eine Auszeit, war dem Karriereende nahe. Und das mit nur 25 Jahren. 

Ein Jahr danach reist die US-Amerikanerin mit vier Medaillen von der WM in Cortina ab. Gold in der Kombination, Silber im Riesentorlauf, Bronze in  Super-G und Slalom. Dass ihre Slalom-Gold-Serie nach den Triumphen bei den Weltmeisterschaften 2013, 2015, 2017 und 2019 gerissen ist, wurde da zur Nebensache. 

"Normalität wird nicht zurückkommen"

"Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals vier Medaillen bei Weltmeisterschaften gewinnen kann. Es ist ein Unterschied, ob man von Medaillen träumt, oder sie dann, wenn es zählt, auch einfährt. Dass ich das hier vier Mal geschafft habe, ist schon ganz speziell", zeigte sich die US-Amerikanerin im "ORF gerührt. 

Die Gedanken waren auch bei ihrem Vater, deshalb unterstrich Shiffrin auch: "Die Normalität wird für mich nicht mehr zurückkommen, sie wird sich einfach ändern. Jetzt habe ich eine ganz andere Meinung, was ,normal´ bedeutet. An manchen Tagen fühle ich mich großartig. Und an manchen Tagen fühle ich mich wie von einem Bus überfahren", so die 25-Jährige. 

"Wäre enttäuscht gewesen"

Trotzdem kann Shiffrin nach den zweiwöchigen Titelkämpfen wieder strahlen. "An jedem Tag gab es etwas, das mich zum Lächeln gebracht hat", so Shiffrin. die zugab, geerdet worden zu sein: "Vor einem Jahr wäre ich über dieses Ergebnis enttäuscht gewesen. Jetzt bin ich dankbar für die schönen Momente jeden Tag", blickte die Ski-Queen auf Bronze in ihrer Spezialdisziplin. 

Für Doppel-Weltmeisterin Katharina Liensberger hatte Shiffrin nur lobende Worte: "Wenn ich eines gewusst habe, dann dass sie ,on fire´ sein wird. Ich habe sie im Riesentorlauf gesehen und gewusst, dass sie wirklich ,on fire´ist. Sie hat sich permanent gesteigert. Sie ist einfach gekommen und hat es gemacht, echt beeindruckend", lachte die US-Amerikanerin. 

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Mikaela ShiffrinSki Alpin

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