Klimaschutz

Sichtungen melden Gefährliche Hornisse breitet sich aus

Asiatische Hornissen breiten sich in Europa aus und gefährden heimische Honigbienen. Für Menschen sind die friedfertigen Tiere ungefährlich.

Lydia Matzka-Saboi
Für den gesunden Menschen stellt ein Hornissenstich keine besondere Gefahr dar. Hornissengift ist nicht toxischer als Bienen- oder Wespengift. Der Stich einer Hornisse wird dessen ungeachtet subjektiv als etwas schmerzhafter empfunden als der einer Biene oder einer anderen Wespe. Das liegt zum einen am längeren und stärkeren Stachel der Hornisse, zum anderen an der Giftkomponente Acetylcholin, die im Bienen- und Wespengift fehlt.
Für den gesunden Menschen stellt ein Hornissenstich keine besondere Gefahr dar. Hornissengift ist nicht toxischer als Bienen- oder Wespengift. Der Stich einer Hornisse wird dessen ungeachtet subjektiv als etwas schmerzhafter empfunden als der einer Biene oder einer anderen Wespe. Das liegt zum einen am längeren und stärkeren Stachel der Hornisse, zum anderen an der Giftkomponente Acetylcholin, die im Bienen- und Wespengift fehlt.
Getty Images/iStockphoto

Eigentlich in Südostasien beheimatet, breitet sich die asiatische Hornisse auch in Europa aus. Sie gilt als eine der gefährlichsten invasiven Arten. Auch heimische Hornissen können Bienen erbeuten, die asiatische Art macht dies aber besonders effizient, lauert ihnen an ihren Fluglöchern auf, woraufhin ganze Völker ihre Arbeit einstellen. Der Naturschutzbund sieht die Bestäubungssicherheit in Gefahr und bittet, Sichtungen unter naturbeobachtung.at zu melden.

Wie erkenne ich die asiatische Hornisse?

Die asiatische Hornisse ist durch ihre charakteristische Erscheinung gekennzeichnet. Sie hat eine schwarze Grundfärbung mit einem breiten orangen Streifen am Hinterleib sowie eine feine gelbe Binde am ersten Segment. Ihr Kopf ist orange gefärbt, während die Beinenden gelb sind. Die Königinnen können eine maximale Körperlänge von 3 cm erreichen, während die Arbeiterinnen und Drohnen Maße zwischen 1,5 und 2,5 cm aufweisen. Im Vergleich zur europäischen Hornisse ist die asiatische Hornisse sowohl in ihrer Größe als auch in ihrer dunkleren Körperfärbung deutlich unterscheidbar.

Die asiatische Hornisse (Bild) ist kleiner und dunkler als die heimische Hornisse.
Die asiatische Hornisse (Bild) ist kleiner und dunkler als die heimische Hornisse.
(c) Didier Descouens

Hornisse gesehen? Bitte melden!

In Österreich sei die asiatische Hornisse zurzeit noch nicht gesichtet worden – wahrscheinlich nicht mehr lange, vermutet der Naturschutzbund und bittet die Bevölkerung, Sichtungen über die Plattform naturbeobachtung.at zu melden. "Wer seine Sichtung auf der Citizen-Science-Plattform naturbeobachtung.at oder der gleichnamigen kostenlosen App teilt, erhält Bestimmungshilfe durch Fachleute", sagt Gernot Neuwirth, Betreuer der Meldeplattform naturbeobachtung.at beim Naturschutzbund.

"Gleichzeitig profitiert die Wissenschaft von den so gesammelten Daten: Sie werden für Kartierungen, wissenschaftliche Publikationen und als Basis für fundierte Naturschutzmaßnahmen herangezogen." Der Naturschutzbund bittet, Sichtungen ausschließlich zu melden. Von Tötungen rät er ab, denn die Verwechslungsgefahr mit einer anderen Hornissenart sei viel zu groß.

1/78
Gehe zur Galerie
    <strong>16.06.2024: "War lange viel zu naiv" – Minister hat düstere Warnung.</strong> Wirtschaftsminister Martin Kocher sieht Österreich und Europa im Welthandelsgefüge <a data-li-document-ref="120041628" href="https://www.heute.at/s/war-lange-viel-zu-naiv-minister-hat-duestere-warnung-120041628">auf den absteigenden Ast rutschen &gt;&gt;</a>
    16.06.2024: "War lange viel zu naiv" – Minister hat düstere Warnung. Wirtschaftsminister Martin Kocher sieht Österreich und Europa im Welthandelsgefüge auf den absteigenden Ast rutschen >>
    HEUTE/Helmut Graf