Erst in der Nacht auf Montag war es in Wien-Simmering zu einer gewaltsamen Attacke gegen einen 19-Jährigen gekommen – "Heute" berichtete. Am Donnerstagabend schlugen erneut mehrere Personen zu – diesmal gingen 15 Unbekannte auf einen 37-jährigen Syrer los. Es ist der dritte Gewalt-Exzess im 11. Wiener Bezirk innerhalb kürzester Zeit.
Im Hyblerpark in Simmering soll in den frühen Montag-Morgenstunden eine Gruppe von rund sechs Unbekannten auf einen Jugendlichen eingeprügelt haben. Zuerst zogen sie den Teenager von seinem Scooter, dann griffen sie ihn körperlich an. Ein Freund des Opfers konnte rechtzeitig flüchten und Hilfe holen. Nachdem er die Einsatzkräfte alarmiert hatte, verständigte er auch die Mutter des 19-Jährigen. "Er wurde regelrecht niedergeschlagen. Sie sollen Schlagstöcke und Messer gehabt haben", erzählte die Mutter des 19-Jährigen im "Heute"-Talk.
Die Männer konnten nach dem Angriff in eine unbekannte Richtung flüchten. Warum die Täter ausgerechnet den 19-Jährigen attackierten, bleibt weiter unbekannt.
Wie die Mutter später erfuhr, soll es in unmittelbarer Nähe bereits zuvor einen anderen Polizeieinsatz gegeben haben. Deshalb vermutet sie einen Zusammenhang: "Vielleicht war die Gruppe auch in diesen Vorfall verwickelt und hielt meinen Sohn für einen Zeugen. Er war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort."
Am Donnerstagabend drehte sich die Gewalt-Spirale in Simmering weiter: 15 Schläger prügelten in der Geiselbergstraße einen 37-jährigen Syrer mit Eisenstangen ins Spital, von den Tatverdächtigen fehlt jede Spur.
Die Schlägerbande sorgte vor Ort laut Zeugenaussagen für weitere Verwüstungen. Die Männer sollen auf fünf abgestellte E-Scooter sowie auf einen geparkten Pkw eingetreten und dabei erhebliche Schäden verursacht haben.
Als Beamte des Stadtpolizeikommandos Simmering am Einsatzort eintrafen, meldete sich ein Passant. Er gab an, von den Männern mit Messern und Teleskopschlagstöcken bedroht worden zu sein. Kurz darauf seien die Verdächtigen erneut geflüchtet und in unbekannte Richtung verschwunden.
Der 37-jährige Syrer wurde so schwer verletzt, dass er in ein Spital eingeliefert werden musste. Er konnte bis jetzt nicht von der Polizei befragt werden. Ermittlungen laufen, weitere Zeugenaussagen sollen folgen. Einer von mehreren Augenzeugen soll, als er die Gewalt-Eskalation sah, vor Angst komplett erstarrt sein, konnte deshalb keine konkreten Angaben machen.