Nach der schweren Gasexplosion in Ansfelden (Bez. Linz-Land) in Oberösterreich gibt es nun vonseiten der Behörden erste Details, wie es zu dem Unglück kam. Wie berichtet gab es bei dem Unglück ja einen Schwerverletzten, 65 Häuser in einer Siedlung wurden zur Sicherheit komplett geräumt. 100 Einwohner verbrachten die Nacht im Stadtamt in Ansfelden (mehr dazu hier). Das weiß man bisher:
➔ Am Dienstagabend wurde in Ansfelden eine so genannte Tiefenbohrung durchgeführt. Dabei wird, z.B. für Erdwärmepumpen, in eine Tiefe von 50 bis 300 Meter gebohrt.
➔ Gegen 17 Uhr trat plötzlich Wasser aus dem Bohrloch aus. Die Feuerwehr wurde gerufen, rückte an. Auch Gasgeruch wurde festgestellt. Die Feuerwehr begann, das Wasser-Gasgemisch abzupumpen.
➔ Vier Stunden später, gegen 21 Uhr, kam es plötzlich eine Straße weiter zu einer Explosion in einem Einfamilienhaus. Dabei wurde eine Person, offenbar handelt es sich um einen Mann, schwer verletzt. Die Polizei konnte vorerst nicht sagen, ob der Verletzte bei der Explosion selbst, beim Feuer oder durch eine Rauchgasvergiftung verletzt wurde. Er dürfte sich mittlerweile aber außer Lebensgefahr befinden.
➔ Das Gebäude brannte, auch die Wiese hinter dem Haus stand in Flammen, die Feuerwehr löschte.
➔ Zeitgleich stellten die Behörden in der ganzen Siedlung Gas fest. Deshalb wurde seitens der Behörde die Evakuierung der Siedlung, etwa 65 Objekte, angeordnet. Die Polizei und das Rote Kreuz führten die Evakuierung durch.
➔ Die betroffenen Bewohner kamen im Rathaus in Ansfelden unter, sie verbrachten dort die Nacht.
Wann die Bewohner zurück in ihre Häuser dürfen ist noch unklar. Ein Sachverständiger wurde angefordert. Das Bohrloch soll jetzt verschlossen werden, dazu wurde ein Team der OMV angefordert. Die schlechte Nachricht für die Anwohner: Erst wenn das Bohrloch komplett geschlossen ist und alle Häuser überprüft wurden, dürfen die Anwohner wieder zurück.
Das Team der OMV ist in Kürze vor Ort und prüft dann, wie das Bohrloch technisch am besten verschlossen werden kann.