Sieger Samaras will umgehend Regierung bilden

Nach der Parlamentswahl in Griechenland will der konservative Wahlsieger Antonis Samaras so schnell wie möglich eine Regierung des "nationalen Konsenses" bilden. Die Frage der Regierungsbildung müsse "sofort" gelöst werden, sagte Samaras am Montag in Athen.

Nach der Parlamentswahl in Griechenland will der konservative Wahlsieger Antonis Samaras so schnell wie möglich eine Regierung des "nationalen Konsenses" bilden. Die Frage der Regierungsbildung müsse "sofort" gelöst werden, sagte Samaras am Montag in Athen.

Samaras will nun mit den internationalen Kreditgebern über eine Lockerung der Sparauflagen verhandeln. Damit wolle er "weitere Härten vom griechischen Volk abhalten", erklärte der Wahlsieger am Montag. Staatspräsident Karolos Papoulias beauftragte den Chef der konservativen Nea Dimokratia (Neue Demokratie/ND) mit Koalitionsverhandlungen.

Samaras kündigte an, er werde umgehend mit den Chefs der anderen Parteien zusammentreffen. Er sehe "Spielraum, es zu schaffen". Gemeinsam mit den Parteien, die "an die europäische Orientierung und an den Euro glauben", wolle er eine Regierung "zum nationalen Wohl" bilden.

Linksradikale lehnen Beteiligung ab

Das Bündnis der radikalen Linken (SYRIZA) wird nicht an einer Koalitionsregierung in Griechenland teilnehmen. "Wir werden in der Opposition sein", sagte SYRIZA-Chef Alexis Tsipras am Montag nach einem Treffen mit dem Chef der konservativen Partei Nea Dimokratia (Neue Demokratie/ND), Antonis Samaras. "Wir werden Gegner bleiben", betonte Tsipras.

Verhandlungen über Sparplan

Gleichzeitig betonte der Konservativen-Chef, Griechenland wolle über den mit den internationalen Geldgebern vereinbarten Sparplan verhandeln, um das Volk aus der "quälenden Arbeitslosigkeit und den unglaublichen Schwierigkeiten zu führen, unter denen die griechische Familie leidet".

Bei der Parlamentswahl am Sonntag war die ND mit knapp 30 Prozent der Stimmen stärkste Kraft vor dem Linksbündnis SYRIZA geworden. Die sozialistische PASOK kam auf gut zwölf Prozent. Konservative und Sozialisten, die sich beide grundsätzlich zum Sparkurs für das hoch verschuldete Griechenland bekennen, hätten somit eine Mehrheit.

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