Die ehemalige Parlamentarierin der Grünen Sigi Maurer hatte am 30. Mai diesen Jahres auf Facebook und Twitter Screenshots von Facebook-Nachrichten veröffentlicht, in denen sie sexuell belästigt und beleidigt wurde. Den Absender, der Facebook-Account eines Bierladens in Wien-Josefstadt bzw. dessen Betreiber machte sie dabei nicht unkenntlich.
Das könnte Maurer nun teuer zu stehen kommen. Der Bloßgestellte wies die Vorwürfe zurück, mehrere Personen hätten Zugang zu seinem PC im Geschäft gehabt. Deshalb will er von Maurer rechtlich nun insgesamt 60.000 Euro erstreiten, wie die Ex-Politikerin nun auf Twitter mitteilte.
Klage wegen Kreditschädigung und Kränkung
Konkret klagt der Geschäftsbetreiber wegen übler Nachrede und Kreditschädigung für den von ihm ins Treffen geführten Schaden, den Maurer ihm durch das Veröffentlichen seiner Identität zugefügt haben soll, auf 20.000 Euro. Dazu stellte er laut Maurer einen medienrechtlichen Antrag auf Entschädigung für die erlittene Kränkung in Höhe von 40.000 Euro.
Maurer will Causa ausfechten
Die Beklagte will den Rechtsstreit vor Gericht ausfechten. "Es ist ein Präzedenzfall mit unklarem Ausgang, da muss ich jetzt durch", sagte sie gegenüber dem "Standard". "Ich kämpfe weiter, auch für alle anderen betroffenen Frauen. Es kann schließlich nicht sein, dass man sexistische Hassnachrichten im Jahr 2018 einfach erdulden muss."
(red)