"Ich bin über das Urteil erschüttert"

Die ehemalige Grüne Nationalratsabgeordnete Sigi Maurer (33) wurde am Dienstag wegen übler Nachricht am Landesgericht Wien schuldig gesprochen.

Maurer hatte Ende Mai obszöne Messenger-Nachrichten an sie auf Twitter öffentlich gemacht und einen Biershop-Besitzer als Verfasser genannt. Dieser klagte die Ex-Politikerin daraufhin wegen übler Nachrede und Kreditschädigung.

Da Maurer laut Richter Stefan Apostol nicht den Wahrheitsbeweis erbringen konnte, dass der Unternehmer tatsächlich die sexistischen Nachrichten verfasst hat, verurteilte er die 33-Jährige zu einer Geldstrafe in Höhe von 3.000 Euro. Zusätzlich muss sie die Verfahrenskosten (laut Richter über 7.000 Euro) tragen und 4.000 Euro an den Ladenbesitzer für die erlittene Kränkung zahlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig - mehr dazu hier.

"Habe nicht mit Schuldspruch gerechnet"

Nach dem Prozess wirkte die Verurteilte äußerst aufgewühlt: "Ich bin sehr erschüttert über das Urteil. Ich habe nicht damit gerechnet. Für mich ist nach wie vor klar, dass er's war." Angesprochen auf die Geldstrafen, meinte sie: "Was finanziell notwendig ist, werde ich aufbringen."

Maurer, vertreten von Rechtsanwältin Maria Windhager, geht in Berufung: "Wir rechnen durchaus Anfang nächsten Jahres mit einer Entscheidung des Obersten Landesgerichtes", erklärte Windhager.

Rund zwei Stunden nach dem Urteil zeigte sich die Maurer allerdings wieder kämpferisch:

Empörung über Urteil auf Twitter

Auch bei zahlreichen prominenten Twitter-Usern wie Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky, "Falter"-Chefredakteur Florian Klenk oder ORF-Moderator Armin Wolf sorgte der Schuldspruch für Empörung:

(cz)

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