Was für eine Nacht! Wie jedes Jahr stellt der Jahreswechsel ein besondere Herausforderung für die Wiener Berufsfeuerwehr dar. Doch durch die Koordination mit den anderen Blaulichtorganisationen konnten die insgesamt 389 Einsätze erfolgreich bewältigt werden. Zwischen 22.00 und 2.00 Uhr galt erhöhte Einsatzbereitschaft – danach wurde es ruhiger in der Hauptstadt.
Neben Balkonbränden, in Flammen stehenden Müllbehältern sowie Zimmerbränden forderte auch der starke Wind Einsätze aufgrund von Sturmschäden. In Wien-Simmering kam es zum Schockmoment, als ein Feuerwehrmann im Zuge von Löscharbeiten durch eine Feuerwerksrakete getroffen wurde. Er erlitt dadurch leichte Verletzungen!
In der Schweglergasse in Rudolfsheim-Fünfhaus wurden die Einsatzkräfte zu einem Lokal gerufen. Der Grund: In einer Abluftleitung war ein Brand ausgebrochen. Das Feuer konnte jedoch rasch bekämpft werden – glücklicherweise wurde niemand verletzt.
Auch Balkonbrände riefen die Berufsfeuerwehr an den Tag. Es kam diesbezüglich zu jeweils drei Einsätzen in der Engerthstraße (Brigittenau), am Handelskai sowie in der Laimäckergasse in Wien-Favoriten. Durch aufmerksame Passanten konnte das Schlimmste verhindert werden – die Brände breiteten sich nicht auf die Wohnungen aus.
Vor allem ein Brand in der Wiener Leopoldstadt forderte die Wiener Berufsfeuerwehr in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag. Als die Feuerwehrkräfte ankamen stand eine Fischertaubelhütte an der Donauinsel bereits im Vollbrand! Sofort wurden unter Atemschutz zwei Rohre vom Ufer aus vorgenommen, vor allem, um einen Flurbrand durch den Funkenflug zu verhindern.
Zusätzlich kam es noch durch zahlreiche brennenden Müllcontainer in Hausdurchgängen, Innenhöfen und Müllräumen zu Problemen. Auch zwei Kellerbrände konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden.