"Sie muss dafür nicht ins Krankenhaus. Gehen sie in dieser Situation nach Standard vor? Meine Karriere, Grand Slam, Centre Court? Und wenn sie sofort aufgestanden wäre?" So reagierte Novak Djokovic am Sonntag im Gespräch mit dem Supervisor.
Die Nummer 1 der Welt hatte soeben eine Linienrichterin aus Frust, wenn auch unabsichtlich, abgeschossen. Er hatte sie mit dem Ball am Kehlkopf getroffen. Sie ging zu Boden und rang nach Luft. Es waren erschreckende Szenen. Der Frau geht es inzwischen zum Glück besser.
Dass er angesichts der offensichtlich misslichen Lage der Linienrichterin zuallererst an sich und seine Karriere dachte, bringt ihm in den sozialen Medien einen Shitstorm ein. Es war nciht das erste Mal, dass sich der emotionale Star auf dem Platz von seinem Frust übermannen ließ.
Der Serbe entschuldigte sich bei der Linienrichterin. Nach den oben genannten Sätzen und dem ersten Schock schien er auch im Gespräch mit dem Supervisor nach kurzer Zeit das Ausmaß seiner Unsportlichkeit zu begreifen. "Ich akzeptiere jede Entscheidung, es war mein Fehler", sagte er deutlich kleinlauter als wenige Minuten zuvor. Die Entscheidung lautete Disqualifikation.
Einige Stunden später gab er in einem Instagram-Statement an, sich "traurig und leer" zu fühlen.