Im ersten Trainingslauf am Mittwoch war der 33-Jährige bei der Steilhang-Ausfahrt gegen das Fangnetz gekracht, per Hubschrauber ins Krankenhaus nach St. Johann geflogen worden. Ferstl zog sich dabei ein Cut an der Nase sowie mehrere Prellungen zu. "Ich fühle mich wie nach einem Vollwaschgang", meinte der Deutsche nach dem Training.
Auf Instagram enthüllte Ferstl die Wucht des Streif-Abflugs, zeigte seine blutige Nase und den beschädigten Helm. "Danke Helm und Schutzengel", schrieb der Deutsche in seiner Instagram-Story. Und fügte an: "Ich hatte noch sehr viel Glück im Unglück."
Trotz des Abflugs war ein Startverzicht für den 33-Jährigen kein Thema. Nur 24 Stunden nach seinem Sturz stand Ferstl im zweiten Training wieder im Starthaus der verkürzten Streif, wagte sich über die gefährlichste Abfahrtsstrecke der Welt, kam auf Rang 21, 1,57 Sekunden hinter Christof Innerhofer, der die Bestzeit aufstellte.
"Gestern ist es mir wirklich nicht gut gegangen, aber das ist der Sport. Es hat aber kein Band im Knie erwischt", erzählte Ferstl im "ORF". Und erklärte, warum er so schnell wie möglich zurück auf die Piste wollte. "Für mich ist das eine Art Traumabewältigung. Ich habe keine hohen Ansprüche, bin froh, dass ich weiterfahren kann", so der 33-Jährige, der auch beide Abfahrten in Angriff nehmen möchte. "Aber es ist schon hart, der Muskel ist komplett zu. Das wünsche ich keinem."