Halvor Egner Granerud hat die Nase voll – vor allem von Innsbruck. Nach einer Pannen-Serie rund um seinen Auftritt beim Bergisel-Springen platzte dem norwegischen Skispringer der Kragen.
Der zweifache Gesamtweltcupsieger wollte am Sonntag nach dem Probedurchgang zurück auf den Schanzenturm – doch dann blieb er mitsamt Ausrüstung und weiteren Athleten über 30 Minuten im Aufzug stecken. Zu allem Überfluss fehlten auch noch seine Straßenschuhe, weil die Organisatoren seine Tasche verlegt hatten. An Aufwärmen war kaum mehr zu denken.
Sein Sprung auf 118 Meter reichte am Ende nur für Platz 31 – Granerud verpasste den Finaldurchgang knapp. Und er machte seinem Frust Luft: "Ich hoffe, dass sie nächstes Jahr keine Bewerbe mehr hier veranstalten dürfen. Das geht so nicht, das ist echt beschissen", tobte er im Interview mit "Viaplay"
Und weiter: "Ich habe diesen Ort hier so satt. Ich frage mich, ob ich nächstes Jahr, wenn ich nicht um den Tournee-Sieg kämpfe, einfach die Gelegenheit nutze und auf den Bewerb hier pfeife."
Ingo Jenssen, Pressesprecher der Vierschanzentournee, räumte die Panne ein und entschuldigte sich: "Das sollte nicht sein." Ob Granerud beim nächsten Mal tatsächlich auf Innsbruck pfeift, bleibt offen – die Nerven liegen jedenfalls blank.