Skiurlaub trotz des Verbots – diese Strafen drohen

Gut gefüllter Parkplatz in Zell am See
Gut gefüllter Parkplatz in Zell am SeeStefanie Oberhauser / EXPA / picturedesk.com
Illegale Skitrips boomen in einigen Bundesländern. Trotz Verbots mieten sich viele in Airbnb-Unterkünften ein. Harte Strafen drohen.

Die ausländischen Gäste wandten bereits vermehrt den Zweitwohnsitz-Trick an, um in Österreich Skifahren zu gehen. So konnten sie das Covid-Gesetz umgehen und verbotenerweise trotzdem Urlaub machen.

In Bad Gastein oder in Murau wurden zuletzt unzählige Anmeldungen für Zweitwohnsitze ausländischer Staatsbürger registriert. Die Polizei hat bereits die Kontrollen verschärft.

Airbnb-Unterkünfte einfach buchbar

Die Unterkünfte dürfen derzeit nur für Dienstreisen öffnen. Ein Urlaub mit der Familie im Lockdown ist nicht erlaubt. Dennoch gibt es unter den Vermietern einige schwarze Schafe, vor allem auf der Online-Plattform Airbnb werden vermehrt Appartements für den Skiurlaub in Zell am See oder Kaprun angeboten. Es handelt sich dabei meist um Vermieter aus dem Ausland, wie die "Kronen Zeitung" berichtet.

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Dabei sind bis Ende Februar sämtliche Beherbergungsbetriebe in Österreich geschlossen. Ausnahmen gibt es nur für Geschäftsreisende und Facharbeiter. Einige geben eine Dienstreise als Grund an, nehmen aber trotzdem die Familie mit. Die Skigebiete haben indes eigentlich nur für Tagesgäste geöffnet.

25 Anzeigen in Zell am See

Bei Buchungen via Airbnb sind den Behörden oftmals die Hände gebunden. "Es ist schwierig bis unmöglich, ohne Hinweise dagegen vorzugehen", erklärt Polizeisprecher Hans Wolfgruber gegenüber der "Kronen Zeitung". Bei der Bezirkshauptmannschaft Zell am See wurden in der heurigen Saison 25 Anzeigen wegen illegaler Vermietung erstattet.

1.450 Euro Strafe für illegale Gäste

Dabei sind die Strafen besonders hoch. Den Vermietern droht bei einer unerlaubten Beherbergung ein Bußgeld von bis zu 30.000 Euro, illegale Gäste müssen für ihren Skiurlaub bis zu 1.450 Euro Strafe zahlen.

"Die Gesundheit und Sicherheit der Allgemeinheit und Airbnb-Community in dieser herausfordernden Zeit hat für Airbnb oberste Priorität. Wir informieren alle Gastgeber und Nutzer in Österreich über die Reisebeschränkungen während des Lockdowns und weisen sie auf der Website und per e-Mail darauf hin, diese zu befolgen. Wir nehmen Bedenken sehr ernst und stehen hierzu im Austausch mit den Landesregierungen und Tourismusverbänden. Wenn uns Vorfälle zur Kenntnis gebracht werden, ergreifen wir entsprechende Maßnahmen", heißt es in einer Stellungnahme von Airbnb.

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