"Heute"-Details zum Knall

Sky-Job, Fans – So kam es zum Silberberger-Aus

Die Admira und Thomas Silberberger gehen getrennte Wege. Vor allem die Kritik an seinem Job bei Sky dürfte eine Rolle gespielt haben.
Sport Heute
23.03.2026, 13:18
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"Wir trennen uns heute im Einvernehmen von unserem Trainer Thomas Silberberger, der diese Mannschaft in dieser schwierigen und herausfordernden Saison mit seiner Expertise und seinem unermüdlichen Einsatz in die Top Drei gebracht hat." Wer diese Worte von Sportdirektor Ralf Muhr liest, könnte meinen, es gäbe keinen Grund für die Trennung der Admira von Trainer Thomas Silberberger.

Doch die Fakten sprechen eine andere Sprache. Nach einer starken Hinrunde, die die Admira auf Platz drei mit nur einem Punkt Rückstand auf Tabellenführer St. Pölten abschloss, kam die Mannschaft des Tirolers nie mehr richtig in Schwung. Im Frühjahr konnten die Niederösterreicher, die aus finanziellen Gründen unbedingt in die Bundesliga aufsteigen wollen, nur zwei der fünf Spiele gewinnen. Die Niederlagen kassierte man gegen Aufsteiger Wels und Rapid II. Das 0:3 gegen die Hütteldorfer markierte den Schlusspunkt der Ära Silberberger. Am Wochenende reichte der Trainer schließlich seinen Rücktritt ein.

Kritik am Sky-Job

Doch nicht nur die Ergebnisse stimmten zuletzt nicht. Auch Silberbergers Zweitjob als Experte bei Sky kam vor allem bei den Fans in den sozialen Medien schlecht an. In Kommentaren auf Instagram war etwa zu lesen, dass Silberberger mit dem Kopf mehr bei Sky als bei der Admira gewesen sei. Dies deckt sich mit "Heute"-Infos, wonach einige Spieler in der Kabine das Gefühl hatten, dass der Aufstieg für den 52-Jährigen nicht oberste Priorität habe. Bei einem Aufstieg in die Bundesliga hätte Silberberger nämlich seinen Expertenjob, der ihm viel Freude bereitet, aufgeben müssen. Ob und inwieweit das tatsächlich eine Rolle spielte, weiß letztlich nur er selbst.

Silberberger wehrt sich jedenfalls gegen diese Kritik und schießt gegenüber der "NÖN" gegen die eigene Anhängerschaft: "Die Fan-Kritik war von Tag eins da. Angenehm ist etwas anderes. Das hat auch seinen Teil dazu beigetragen. Ich bin etwa an den Pranger gestellt worden, weil wir in Bregenz an einem Freitag um 18 Uhr spielen – damit ich bei Sky arbeiten kann. Das hat aber nicht gestimmt." Für Silberberger (1,91), der nach Walter Schachner (2,03) den zweitbesten Punkteschnitt als Admira-Trainer der Vereinsgeschichte aufweist, gab es jedoch gewichtigere Gründe für den Abgang: "Der Trainerwechsel ist die letzte Patrone im Gewehr und wenn das dann etwas bewegt, dann ist alles gut."

Doch wie soll es für die Südstädter jetzt weitergehen? Zunächst leitet U18-Trainer Harald Suchard die Einheit am Nachmittag. Er übernimmt bis zum Saisonende und soll den Aufstieg schaffen. Mit zwei Punkten Rückstand auf Austria Lustenau, die aber ein Spiel weniger absolviert haben, ist weiterhin alles möglich. Zumal das nächste Spiel am Freitag (20.30 Uhr) beim Konkurrenten aus Vorarlberg stattfindet.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 23.03.2026, 13:19, 23.03.2026, 13:18
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