Mann ließ sich 23 Mal im Namen anderer impfen

Im Hochinzidenzland Slowenien greift so mancher Impfunwillige auch schon mal zu illegalen Mitteln.
Im Hochinzidenzland Slowenien greift so mancher Impfunwillige auch schon mal zu illegalen Mitteln.20min/Taddeo Cerletti
In Slowenien sollen Impfunwillige Geld dafür anbieten, dass sich andere ihre Impfdosen spritzen lassen. Ein Mann soll so 23 Impfungen erhalten haben.

Das kleine südliche Nachbarland Österreichs war lange Zeit innerhalb Europas Spitzenreiter bei den Inzidenzen. Deshalb gilt in Slowenien seit dem 1. Oktober auch eine Impfpflicht für Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes. Rund 31.000 Beschäftigte sind davon betroffen. Wer die Immunisierung ablehnt bzw. bei wem Homeoffice nicht möglich ist, dem droht der Jobverlust. Aus Angst davor greifen nun einige zu unsauberen Mitteln.

350 Euro Entschädigung pro Impfung

Wie die slowenische Zeitung "Delo" berichtet, sollen Impfunwillige Geld dafür anbieten, dass sich andere Personen ihre Impfstoffdosen spritzen lassen, darunter Drogenabhängige und Obdachlose. In einer Klinik in Ljubiljana soll ein Heroinabhängiger auf diese Weise 23 (!) Impfungen erhalten haben.

Im Bericht erwähnt wird auch ein junger Slowene, der behauptet, bereits vier "Jaukerl" bekommen zu haben. Dass derartige "Ersatzleistungen" nicht umsonst sind, versteht sich von selbst. Bis zu jeweils 350 Euro lassen sich Impfunwillige, die dennoch eine Bestätigung für ihren Arbeitgeber brauchen, dieses – illegale – Service kosten.

Mit einer 7-Tages-Inzidenz von 1064,7 liegt das Zwei-Millionen-Land weiterhin nur knapp hinter Österreich (1,107; Stand Dienstag) im weltweiten Corona-Spitzenfeld.

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