Smartphone Huawei Honor 6+ im Test

Auf den ersten Blick könnte man das Huawei-Flaggschiff Honor 6+ durchaus als iPhone-Klon durchgehen. Doch das Gerät, das derzeit um rund 399 Euro oder noch günstiger erhältlich ist, unterscheidet sich im Test recht deutlich vom iOS-Smartphone, nicht nur wegen der Android-Oberfläche. Wir haben das Honor 6+ auf Leistung und Features getestet.

Auf den ersten Blick könnte man durchaus als iPhone-Klon durchgehen. Doch das Gerät, das derzeit um rund 399 Euro oder noch günstiger erhältlich ist, unterscheidet sich im Test recht deutlich vom iOS-Smartphone, nicht nur wegen der Android-Oberfläche. Wir haben das Honor 6+ auf Leistung und Features getestet.

Design und Verarbeitung

Beim Design fühlt man sich sehr an einen Mix aus iPhone 4 und iPhone 5 erinnert. Ein Metallrahmen zieht sich über drei Seiten, auf der Rückseite liegt Glas über einer dezenten Musterung und viel Kuntsstoff findet man im Gehäuse. Dieser wirkt aber nicht billig, sondern durchaus hochwertig, wie sich beim weißen Testgerät zeigte. Auch die Verarbeitung ist hochwertig, es wackelt und verrutscht nichts.

Angenehm sind auch die Maße von 150,5 x 75,7 x 7,5 Millimeter und das Gewicht von 165 Gramm sorgt für ein sicheres Liegen in der Handfläche. Gerade noch möglich ist bei der 5,5-Zoll-Display-Ausführung die Bedienung des Smartphones mit einer Hand. Auffallend bereits beim Auspacken des Smartphones: Das Gerät verfügt über zwei SIM-Karten-Schächte.

Display und Leistung

Über die Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel kann man nicht meckern, Farbe und Helligkeit zeigen sich super. Aber apropos Helligkeit: Im Sonnenlicht spiegelt das Display manchmal doch sehr - ein Problem, das das Honor 6+ mit vielen anderen Modellen teilt. Dafür scheinen Kratzer und Staub dem Multitouch-Display kaum etwas auszumachen.

Für Smartphone-Speed sorgt eine Kombi aus vier Kernen mit 1,8 GHz und vier Kernen mit 1,3 GHz. Damit sollen leistungsstarke Aufgaben an die stärkeren Kerne und "herkömmliche" Tasks an die schwächeren Kerne vergeben werden, um das Tempo des Smartphone zu erhöhen. Unterstützend gibt es dazu drei GB Arbeitsspeicher. Generell ist das Teil auch ein blitzschnelles Gerät. Bringt man es jedoch mit hochauflösenden Spielen an die Grenzen, schleicht sich trotzdem der eine oder andere Ruckler ein.

Kamera und Speicher

Beworben wird das Honor 6+ vor allem wegen seiner Kamera, von der wir uns im Vorfeld Großes erwartet hatten. Tatsächlich bietet die Rückseite zwei 8-MP-Kameras, die mit einem Dual-LED-Blitz arbeiten und durch die Kombi 13-MP-Fotos abliefern. Nett ist dabei, dass in der Foto-App Filter und Verbesserungen bereits vor der Aufnahme eingestellt werden können. Und bei Tageslicht sehen die Bilder richtig, richtig gut aus.

Dass die Kamera aber bei Nacht oder schlechten Lichtverhältnissen gestochen scharfe Bilder abliefern soll, können wir nicht bestätigen. Zumindest nicht bei leichten Bewegungen. Für den "Super Night Mode" müsste man schon ein Stativ benützen - tut man dies, gelingen dafür wiederum sensationelle Bilder. In punkto Frontkamera wird man bei Selfies mit 8 MP nicht enttäuscht. Die Bilder können dann je nach Geräteausführung im 16- oder 32-GB-Speicher abgelegt werden.

Oberfläche, Akku und Fazit

Etwas unentschlossen ließ uns schließlich die auf Android aufbauende Benutzeroberfläche "Emotion UI" zurück, die gewöhnungsbedürftig ist. Selbst Android-erfahrene User dürften sich anfangs nicht reibungslos in den Menüs und dem Aufbau des Betriebssystems zurechtfinden. Dafür sammelt das Honor 6+ beim nicht wechselbaren Akku wieder Pluspunkte: Das Smartphone hält auch bei überdurchschnittlicher Nutzung locker zwei bis drei Tage durch - und kann sogar andere Geräte durch eine eigene Funktion aufladen.

Absolutes Mittelmaß bekommt man mit dem Honor 6+ wiederum beim Sound - der Monolautsprecher auf der Rückseite ist zwar laut, aber um Musik zu hören sollte man dann doch zu Kopfhörern greifen. Zusammenfassend bekommt man für den Preis von unter 400 Euro ein solides Smartphone, das mit langer Akkulaufzeit und einer tollen Kamera glänzt, mit der man auch die eine oder andere Spielerei wagen kann.

Rene Findenig

r.findenig@heute.at

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