Wer beim Training auf seine Smartwatch schaut und sich über verbrannte Kalorien freut, sollte die Zahlen mit Vorsicht genießen.
Eine neue Studie der Florida International University zeigt: Die angezeigten Werte weichen teils erheblich von der Realität ab.
Im Labortest wurden vier beliebte Modelle geprüft – Apple Watch Series 8, Fitbit Sense 2, Samsung Galaxy Watch 5 und Garmin Forerunner 955. Der Energieverbrauch wurde dabei parallel mit einem klinischen Stoffwechselmessgerät erfasst.
Wie scinexx meldet, lag die Apple Watch im Schnitt 21,6 Kilokalorien über dem tatsächlichen Wert. Samsung überschätzte um 56,8, Garmin sogar um 68,6 Kilokalorien. Bei Fitbit gab es teils massive Ausreißer.
Auffällig: Der Körperfettanteil beeinflusst die Genauigkeit. Je höher er ist, desto stärker weichen die Werte ab. Für den Hauttyp konnte dieser Zusammenhang nicht bestätigt werden.
In der Praxis bedeutet das: Zeigt die Uhr einen Verbrauch von 500 Kalorien an, könnte der echte Wert eher bei 350 liegen. Über eine Woche können sich so mehrere Hundert Kalorien Differenz ansammeln.
Die Forschenden empfehlen, die angezeigten Kalorienwerte als grobe Obergrenze zu verstehen und im Zweifel nach unten zu korrigieren. Wer Wearables zur Gewichtskontrolle nutzt, sollte Ungenauigkeiten einplanen.
Zuverlässiger messen Smartwatches laut Studie andere Werte wie die Herzfrequenz. Darauf sollte man sich im Zweifelsfall eher verlassen als auf die Kalorienanzeige.