Snipperclips im Test: Puzzler mit Abwechslung

Nach The Legend of Zelda: Breath of the Wild ist der Puzzler Snipperclips - Zusammen schneidet man am besten ab! ein Switch-Starttitel.
Das Spiel Snipperclips - Zusammen schneidet man am besten ab! macht innovativ Gebrauch von einer Schneidemechanik, mit der die Form der beiden Spielfiguren verändert wird, um Rätsel zu lösen und Aufgaben zu erledigen. Gespielt wird als Einzelspieler oder mit bis zu vier Mitstreitern. Heute Digital hat Snipperclips getestet.

Snipperclips ist im Nintendo eShop für 19,99 Euro zu haben. Wer nicht unbedingt auf Puzzler steht, der kann das Spiel vor dem Kauf auch erst einmal antesten - im eShop gibt es eine kostenlose Demoversion. Wie wir in unserem Test zeigen werden, spricht Snipperclips aber nicht nur Puzzle-Freunde an, sondern bietet auch allerlei Interessantes für Gamer, die mit Rätseln und Co. eigentlich so gar nichts am Hut haben.

Das Kernelement von Snipperclips ist einfach: Dem Spieler stehen die roten und gelben Figuren Snip und Clip zur Verfügung. Im Einzelspielermodus werden sie abwechselnd vom Zocker gesteuert, im Mehrspielermodus übernimmt je ein Spieler die Kontrolle über eine Figur. Ziel: Durch das Überlappen der Figuren kann man Stücke aus ihnen herausschneiden, um Aufgaben zu lösen. So muss ein Ei in ein Nest transportiert, ein Basketball im Korb untergebracht oder einfach eine gewisse Kontur ausgeschnitten werden.

Ein, zwei oder vier Spieler

Snipperclips lässt zu Beginn zwischen drei verschiedenen Spielmodi auswählen: "Knoble dich durch Welten voller Spaß!", "Lass die Party steigen!" und "Stelle dich Freunden zum Blitzduell!". Im ersten Modus kann man wahlweise allein oder mit einem Mitspieler immer anspruchsvoller werdenden Formenrätseln lösen. Im "Party"-Modus unterstützt (oder sabotiert) man sich entweder mit zwei oder vier Spielern. Wettkämpfe absolviert man dann eins gegen eins oder zwei gegen zwei beim "Blitzduell".

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Der 2D-Titel weiß vielleicht auf den ersten Blick nicht wirklich zu begeistern, hat man ihn aber erst am Switch-Bildschirm, ist es schwer davon loszukommen. Die Rätsel sind dabei nett gestaltet. Um die Steuerung kennenzulernen, gilt es zu Beginn nur, die beiden Figuren richtig zu beschneiden und sie gemeinsam in eine vorgegebene Form zu bringen. Später werden die Aufgaben kniffliger und beanspruchen die Kreativität des Spielers immens.

Steuerung gelernt, dann beginnt der Spaß

Die Steuerung auf der Switch ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber im Endeffekt nicht sonderlich kompliziert. Die rechteckigen Figuren mit einem Halbkreis am "Kopf" werden mit dem Stick bewegt oder hingehockt, per Schultertasten rotiert und per Tastendruck können sie zudem springen oder aber mit der virtuellen Schere ein Stück aus der jeweils anderen Figur schneiden - nämlich jenes, welches man mit der jeweils anderen Figur überlappt. Per "X"-Taste wechselt man im Einzelspieler zwischen den Figuren, im Koop steuert man nur eine Figur und der Mitstreiter die andere.



Auch wenn Snipperclips das "Zusammen schneidet man am besten ab!" im Titel führt, machen Singleplayer-Sessions auch jede Menge Spaß. Hier hat man die Zeit, die Steuerung ausführlich kennenzulernen und die Rätsel zu überdenken, statt wild ins Abenteuer zu stürzen: perfekt für ein Spiel in der U-Bahn oder eine kleine abendliche Denkaufgabe im Bett. Klar, die Lacher und Scherzaktionen wird man in den kooperativen Modi erleben, was Snipperclips genauso zu einem grandiosen Partyspaß macht.

Fazit: Wir wollen mehr davon!

Egal ob allein oder in der Gruppe, Snipperclips hat uns in beiden Varianten mit lustigen Rätseln, einem witzigen Zeichenheft-Design und dem anspruchsvoll-ansteigenden, aber nie frustrierenden Schwierigkeitsgrad im Singleplayer sowie den abwechslungsreichen Aufgaben überzeugt. Spielt man zu zweit, sind die Rätsel dagegen etwas leichter zu bewältigen. Über kleinere Schwächen wie den nach einiger Zeit etwas nervigen Soundeffekten blicken wir da gerne hinweg, nicht aber über das Ausmaß des Inhalts.

Speziell in punkte Einzelspieler sagen wir da: Wir wollen mehr davon! Snipperclips bietet Rätsel, die so richtig Spaß machen, nach drei Welten mit je 15 Aufgaben ist aber für den Singleplayer Schluss. Zudem stehen einige Multiplayer-Elemente nicht zur Verfügung. Hier hoffen wir, dass Nintendo noch Zusatzinhalte für Einzelspieler liefert. Wer aber eher auf den Multiplayer schielt, kann mit Snipperclips vor allem als Partyspaß nichts falsch machen. Hier gibt es mit bis zu vier Spielern vom Rätsellösen mit bis hin zum chaotischen gegenseitigen Zerschneiden im "Dojo" alles, was zum Brüller beim gemeinsamen Spielen wird.

Update: Wir bekommen mehr davon

Unser Wunsch ging im November 2017 schließlich in Erfüllung. Mit dem DLC "Snipperclips Plus – Zusammen schneidet man am besten ab!" wurden neue Puzzles zugänglich. Aber nicht nur das: es gibt neue Levels und Mechaniken, die die originalen Inhalte bei Kreativität und Spaß komplett ausstechen. Der Fokus liegt nun auch auf Level, die deutlich länger zu spielen sind in verschiedene Mechaniken in einer Mission vereinen.



Neu sind etwa die Inhalte "Grenzenlose Geschichten" und "Witzige Werkzeuge", bei denen man oft auf den ersten Blick die Aufgabenstellung nicht erkennt, diese aber witzig und schnell herausfinden muss. Zudem wurden dem Blitzduell-Modus drei neue Minispiele hinzugefügt. "Herdentrieb" verlangt, im eigenen bereich mehr Glühwürmchen zu sammeln als die Gegner. Bei "Ballaballa" muss man länger als die Mitspieler einen ball am Papier-Kopf halten. Der "Stempelkampf" bietet die Möglichkeit, eine möglichst große Fläche mit der eigenen Form einzustempeln.

Auch einen ganz neuen Modus für einen bis vier Spieler gibt es. Er lehnt sich an den "Stempelkampf" an. Die eigene Papierfigur kann dabei mit verschiedenen Farben eingefärbt werden und kann dann eine Spielfläche markieren. Das Schöne dabei: Hier geht es vorrangig um Kreativität ohne Leistungsdruck. Die eigenen Kunstwerke können mit Rahmen hinterlegt und online präsentiert werden. Ein Offline-Album für die Meisterwerke gibt es leider nicht. Alles in allem kann man nur sagen, dass das "Snipperclips Plus – Zusammen schneidet man am besten ab! Plus Pack" noch einmal besser abschneidet, als es das Hauptspiel tat. Wortspiel beabsichtigt. (rfi)

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