Sensation in Rogla! Österreichs Snowboard-Star Julia Dujmovits fuhr in ihrer Comeback-Saison bei der Weltmeisterschaft zu Bronze. Die 33-Jährige schlug ihre Landsfrau Claudia Riegler am Montag im kleinen Finale um die Medaille mit 1,05 Sekunden Vorsprung.
Die Deutsche Selina Jörg krönte sich zur Weltmeisterin, setzte sich im Finale gegen die Russin Sofia Nadyrshina durch.
Dujmovits hatte ihr Snowboard bereits drei Jahre lang in die Ecke gestellt. Die Olympiasiegerin von Sotschi 2014 hatte heuer im Weltcup nichts mit den Top-Platzierungen zu tun. Ihr bestes Ergebnis war ein siebenter Rang. Die Form kehrte rechtzeitig zum Groß-Ereignis zurück.
Dujmovits strahlt über Bronze: "Es ist ehrlich gar nicht zu glauben. Als ich im Ziel war, hatte ich wirklich Tränen in den Augen. Es ist eigentlich mein drittes Rennen. Es ist unglaublich, dass das in der kurzen Zeit möglich war."
Die Dritte über ihre Duelle mit Teamkolleginnen: "Ich bin die Situationen am Vortag schon durchgegangen. Es ist immer schwieriger, gegen Teamkolleginnen zu fahren. Heute mit der Sabine (Schöffmann im Achtelfinale, Anm.) und der Claudia hatte ich zwei solche Duelle."
Es war die bereits dritte WM-Medaille für Dujmovits. 2013 holte sie im Parallelriesenslalom von Stoneham Silber, 2015 wurde sie am Kreischberg im Parallelslalom Zweite.
Am Dienstag haben die Burgenländerin und ihre Kolleginnen ab 13:50 Uhr im Parallelslalom die nächste Medaillenchance.
Die Herren gingen leer aus. Lukas Mathies schied als bester Österreicher im Viertelfinale gegen den Russen Andrey Sobolev aus.