Der beliebte Chatbot ChatGPT merkt sich mittlerweile viel mehr als früher. Seit einem Update im Juni 2026 speichert und sortiert die KI automatisch im Hintergrund, was sie über dich weiß - ohne dass du extra "Merke dir das" sagen musst.
Das kann praktisch sein: ChatGPT erinnert sich an deine Interessen, bevorzugte Antwortstile oder langfristige Ziele. Grundlegende Dinge musst du also nicht bei jedem Gespräch neu erklären. Gleichzeitig kann diese Funktion aber auch zu falschen Annahmen führen.
Wie t3n berichtet, entscheidet ChatGPT jetzt selbst, was wichtig genug ist, um in Erinnerung zu bleiben. Wer etwa eine Woche lang Reparaturanleitungen recherchiert hat, gilt für ChatGPT plötzlich als Heimwerker. Oder wer nach Orten in der Umgebung eines Reiseziels gesucht hat, dem unterstellt die KI womöglich, dort zu wohnen.
Das Gedächtnis des Chatbots lässt sich aber kontrollieren. Dazu gehst du in deinem Profil auf den Reiter "Personalisierung" und dann zum Abschnitt "Gedächtnis". Dort findest du einen Schalter, mit dem sich die Speicherfunktion aktivieren oder deaktivieren lässt.
Unter "Verwalten" kannst du das Profil einsehen, das die KI über dich erstellt hat. Einzelne Einträge lassen sich dort korrigieren oder löschen. Du kannst auch das gesamte Gedächtnis löschen und wieder bei Null anfangen - deine vergangenen Chats gehen dabei nicht verloren.
Für besonders sensible Themen gibt es außerdem temporäre Chats: Hier werden keine Informationen gespeichert und die Gespräche verschwinden, wenn du das Fenster schließt. Die sicherste Methode, den Chatbot davon abzuhalten, sich Details zu merken, ist aber nach wie vor, ihm nichts Persönliches zu erzählen.
ChatGPT ist übrigens der meistgenutzte Chatbot weltweit. Laut aktuellen Zahlen hatte er im Juni 2026 schon über eine Milliarde monatliche Nutzer.