So gehen Wiener Linien mit Masken-Sündern um

Ab Montag herrscht FFP2-Makenpflicht in den Öffis.
Ab Montag herrscht FFP2-Makenpflicht in den Öffis.ALEX HALADA / picturedesk.com
Ab Montag herrscht in Österreich eine FFP2-Maskenpflicht im Handel und den Öffis. Ein Wiener Linien-Sprecher erklärt, wie kontrolliert wird. 

Anstatt am Montag - wie zu Beginn eigentlich angesagt - zu lockern, werden die Maßnahmen nun doch weiter verschärft. Ab kommender Woche weht also ein anderer Lockdown-Wind. Größere Mindestabstände, weniger Kontakte, Homeoffice, wo auch immer er umsetzbar ist und: eine neue Maskenpflicht. Ab dem 25.01. ist nämlich eine neue Gesichtsbedeckung erforderlich - zumindest im Handel und den öffentlichen Verkehrsmitteln.  Hier müssen jetzt FFP2-Masken getragen werden. 

In einem Interview mit "Puls 24" erklärte Wiener Linien-Sprecher Daniel Amann, wie die FFP2-Pflicht in den Öffis funktionieren wird. Er ist überzeugt davon, dass die Maskenpflicht - wenn nun auch mit einer anderen Maske- auch weiterhin gut umgesetzt werden wird. Die Wiener Linien haben ihre Fahrgäste über ihre Social Media-Kanäle bereits im Vorfeld informiert, ab Montag eine FFP2-Maske zu tragen, so Amann. Wie auch bisher, haben die Mitarbeiter der Wiener Linien bei Masken-Sündern allerdings das Recht, eine Strafe in der Höhe von 50 Euro zu verhängen. Dazu sei es in der Vergangenheit allerdings selten gekommen, so Amann. Man suche stets zuerst den Dialog, anstatt zu strafen. 

100.000 Abmahnungen, nur 340 Anzeigen

Bislang hielten sich die Fahrgäste bis auf einige wenige Ausnahmen sehr gut an die Regeln, schilderte der Wiener Linien-Sprecher. Das eine oder andere Mal sei es aber doch vorgekommen, dass jemand auf die Maskevergessen hat, oder sie nicht ordnungsgemäß aufhatte. In solch einem Fall werden die Fahrgäste zunächst erinnert bzw. ermahnt, die Mund-Nasen-Bedeckung doch bitte aufzusetzen. In den meisten Fällen habe sich das dann auch erledigt. 

"Strafen ist bei uns immer die letzte Konsequenz - so wird es auch bleiben."

Wie er weiter erläuterte, gab es seit Ausbruch der Pandemie rund 100.000 Abmahnungen, zu welchen aber auch Erinnerungen wie "Ziehen Sie die Maske bitte auch über die Nase" gezählt werden. Insgesamt gab es also wenige Regelbrecher: "Wir liegen hier im Null Komma irgendwas Prozent-Bereich, also ganz wenige." Strafen wurden auch sehr wenige verhängt - etwa 340, so Amann. 

Lockdown bemerkbar

Bei den vielen Fahrgästen seien die Zahlen der Masken-Sünder also äußerst gering. Generell seien derzeit aber ohenhin weniger Menschen mit den Wiener Linien unterwegs. Der Grund ist natürlich der Lockdown. Dennoch sei ein großer Unterschied zwischen der derzeitigen Auslastung der Öffis und jener zu Beginn der Pandemie bemerkbar. Während es im März noch um 80 Prozent weniger Fahrgäste gab, sind derzeit 40 Prozent weniger Menschen mit den Öffis unterwegs als normalerweise. 

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