Für Stefan Mross (50) und sein Publikum war es ein Schock: Im Frühjahr wurde bekannt, dass "Immer wieder sonntags" nach dieser Saison eingestellt wird. Über 20 Jahre lang war Mross das Gesicht der Sendung, in weniger als 30 Minuten habe man ihm das Aus mitgeteilt, ohne dass er zuvor etwas geahnt hätte. "Natürlich sind an diesem Tag Tränen geflossen", erzählte er später gegenüber "Bild".
Wie die Stimmung hinter den Kulissen aktuell aussieht, weiß Ronja Forcher (30) aus erster Hand. Die "Bergdoktor"-Schauspielerin ist seit 2024 als Außenreporterin für das Format quer durch Deutschland unterwegs und hat Mross in dieser Zeit gut kennengelernt.
Bei der Filmfest-Party "Servus München" von Bavaria Fiction und Bavaria Film Ende Juni sprach sie gegenüber "Bunte" offen über das Sendungs-Aus: "Natürlich waren wir traurig, als wir die Nachricht vom Aus erfahren haben."
Besonders beeindrucke sie an ihrem Kollegen, wie er auch in dieser Situation aufs Positive schaue. "Er sagt, er genießt dieses letzte Jahr nun umso mehr." Einen Satz von ihm werde sie sich für immer merken: "Es ist nie umsonst, dass man auf der Bühne steht. Wenngleich du auch nur einen einzigen Menschen berührst, das reicht schon."
Über die Zusammenarbeit mit Mross gerät die 30-Jährige regelrecht ins Schwärmen: "Stefan hat diese Coolness, diesen Humor, er kennt sein Publikum. Er ist einfach schlagfertig und dabei nie überheblich, sondern immer auf Augenhöhe. Da kann ich mir als junge Moderatorin noch was abschauen."
Bei ihren Außeneinsätzen trägt sie stets einen kleinen Stöpsel im Ohr, über den sie mitverfolgt, was zeitgleich im Europa-Park Rust passiert, wo die Live-Show produziert wird. "Und egal in welcher Situation Stefan auch gerade steckt, er hat immer die richtigen Worte parat."
Bis September läuft "Immer wieder sonntags" noch im SWR. Mross werde bis zuletzt "wie gewohnt 110 Prozent" geben, ist sich Forcher sicher, "auch im letzten Jahr, ist ja logisch." Dass sie ihn dabei ein weiteres Mal als Co-Moderatorin unterstützen darf, sei für sie "eine große Ehre".
Ganz ohne Wehmut geht die Sache für Forcher trotzdem nicht: "Ich werde mich, glaube ich, trotzdem nie ganz daran gewöhnen, dass wir in unserem Beruf oft Abschied nehmen müssen. Das gehört dazu, aber das ist nichts, was ich gerne mache."