Für Ungarn setzte es am Samstag eine deutliche 0:4-Niederlage in der Nations League gegen die Niederlande. Das Ergebnis war allerdings nur zweitrangig. An diesem Abend waren in Amsterdam andere Dinge wichtiger. Ein medizinischer Notfall überschattete das Spielgeschehen, Adam Szalai brach auf der Betreuerbank der Gäste zusammen. Wenige Stunden nach dem Vorfall gab er selbst Entwarnung.
In der siebten Spielminute brach der ehemalige Bundesliga-Profi, mittlerweile als Co-Trainer des ungarischen Teams tätig, auf der Betreuerbank der Gäste zusammen. Das Spiel wurde daraufhin für 13 Minuten unterbrochen. Der 36-Jährige wurde vor Ort behandelt. Ungarische Medien berichteten gar von einer Reanimation, dies wurde vom Verband allerdings nicht bestätigt. Im Anschluss der Behandlung wurde der ehemalige Mainz- und Hoffenheim-Stürmer ins Krankenhaus gebracht.
Im Einvernehmen mit den Spielern wurde das Match daraufhin fortgesetzt. Kurze Zeit später folgte dann auch die Entwarnung von Seiten des ungarischen Verbands. Szalais Zustand sei "stabil" und er "bei Bewusstsein".
Gegen Mitternacht meldete sich dann der ehemalige Stürmer selbst zu Wort, gab Entwarnung. "Vielen Dank für die vielen Nachrichten, mir geht es gut", schrieb der 36-Jährige bei Instagram, versah seine Mitteilung mit einem roten Herz.
Dass die Leistung der Ungarn nach diesem Vorfall schwach war, war nur verständlich. "Wir haben gut angefangen, aber ich wünsche niemandem, dass er das erleben muss, was wir erleben mussten", erklärte Kapitän Dominik Szoboszlai seine Gefühlslage nach der Partie. "Wir haben weiter für Adam gespielt, und natürlich hat das, was passiert ist, unsere Leistung beeinflusst. Das war heute nicht genug."
Für Ungarn geht es am Dienstag in der Nations League am Dienstag (20:45 Uhr) gegen Deutschland weiter. Zum Abschluss der Vorrunde geht es in Budapest gegen Gruppensieger Deutschland. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann legte am Samstagabend eine Galavorstellung hin, schickten die Bosnier mit einem 7:0-Sieg wieder nach Hause.