So hoch sind die laufenden Kosten fürs Auto in Österreich

Ein Autokauf will richtig überlegt sein: Die Kosten sind vom Käufer kaum zu beeinflussen.
Ein Autokauf will richtig überlegt sein: Die Kosten sind vom Käufer kaum zu beeinflussen.Bild: Flickr@Images Money/CC BY 2.0
Sie planen, sich ein Auto zuzulegen? Dann sollten Sie eine Vorstellung von den monatlich anfallenden Kosten haben. Vor allem Elektroauto-Besitzer müssen tief in die Tasche greifen.
Versicherung, Tanken, Anhängerkupplung, kleinere oder größere Reparaturen - schnell kommt ein stolzer Betrag zusammen.

Knapp 520 Euro im Monat zahlen Autobesitzer, die ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor fahren - egal ob Benziner oder Dieselauto. Besitzer von Elektroautos müssen mit monatlichen Ausgaben von rund 788 Euro sogar noch tiefer in die Tasche greifen.

Die durchschnittlichen Kosten für Klein- und Mittelklasse-Pkws in den ersten drei Jahren der Nutzung (bei 20.000 gefahrenen Kilometern pro Jahr) setzen sich zusammen aus Anschaffung, Wertverlust, Versicherung, Reparaturen und Instandhaltung, Steuern und Sprit.

Mit 520 beziehungsweise 788 Euro liegt Österreich im europäischen Mittelfeld. In Norwegen beispielsweise müssen Halter eines Benziners rund 708 Euro an Kosten fürs Auto einplanen. In Ländern wie Ungarn, Rumänien oder Tschechien dagegen ist das eigene Fahrzeug mit Betriebskosten von rund 400 Euro im Monat besonders günstig (Stand 2017).

Großteil der Autokosten kaum beeinflussbar

Ein Auto verliert mit der Zeit an Wert, es braucht dauerhaften (Versicherungs-)Schutz, regelmäßige Pflege und gegebenenfalls neues Zubehör - und das kostet. Wer beispielsweise eine Anhängerkupplung oder einen Dachträger kaufen möchte, hat die Kosten dafür zumindest zum Teil in der Hand. Schließlich gibt es neben stationären Händlern inzwischen auch zahlreiche Online-Anbieter wie Rameder, die oft mit niedrigeren Preisen punkten.

Den Großteil der Autokosten können Verbraucher allerdings kaum beeinflussen. Auf die laufenden Kosten wirkt sich selbst die Entscheidung für einen Benziner oder Diesel kaum aus. Der niedrigere Preis für Diesel an Tankstellen gleicht sich durch höhere Anschaffungskosten und höhere Steuern weitgehend aus.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. So zahlen Halter eines Dieselautos 497 Euro im Monat, während Halter eines Benziners rund 40 Euro zusätzlich zahlen müssen.

Am schlechtesten kommen bei den laufenden Kosten aber Besitzer eines Elektroautos weg. Sie zahlen durchschnittlich 788 Euro pro Monat für ihr Fahrzeug. Wer allerdings alle Förderungen bei der Anschaffung sowie steuerliche Vergünstigungen nutzt, schraubt die Kosten enorm nach unten, sodass E-Modelle preislich wieder mithalten können.

Autoversicherung: Wer vergleicht, spart

Den größten Anteil an den Autokosten hat die Kfz-Versicherung - insbesondere, wenn es sich dabei um eine Vollkasko handelt. Deshalb empfiehlt es sich, von Zeit zu Zeit die eigenen Vertragskonditionen zu prüfen und einen Anbietervergleich durchzuführen.

Wer umsichtig fährt und über einen längeren Zeitraum hinweg unfallfrei bleibt, kann dank der Bonus-Malus-Regelung bei der Versicherungsprämie zusätzlich sparen.

Mangelnde Pflege und Falschparken können teuer werden

Häufig sind es aber auch die kleinen Dinge des Alltags, die die Autokosten unnötig in die Höhe treiben - beispielsweise eine falsche Autopflege. Auch im Winter ist eine regelmäßige Autowäsche unerlässlich. Schließlich können Schmutz und Streusalz dem Fahrzeug insbesondere in der kalten Jahreszeit stark zusetzen.

Wer das Auto nicht ausreichend pflegt, riskiert Lackschäden und Rost und damit hohe Reparaturkosten sowie einen spürbaren Wertverlust des Wagens. Sind Scheinwerfer, Rücklichter und Kennzeichen stark verschmutzt oder mit Schnee bedeckt, während das Fahrzeug bewegt wird, droht eine Strafe von bis zu 5.000 Euro, warnt der ÖAMTC.

Auch Falschparken kann ordentlich ins Geld gehen. Besonders abschleppgefährdet ist jeder, der sein Auto auf Behindertenparkplätzen, vor Hauseinfahrten, an Straßenbahn- oder Bushaltestellen, in zweiter Spur oder in Taxizonen parkt. Allein das Abschleppen kostet Falschparker rund 260 Euro.

Hinzu kommt die Gebühr für die Verwahrung des Fahrzeugs (rund 10 Euro am Tag) sowie die Strafe, die bei verkehrsbehinderndem Parken in der Regel 108 Euro beträgt. Bei schweren Vergehen wie etwa Parken auf Behindertenparkplätzen werden sogar bis zu 726 Euro fällig.

(ib)

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