So klappt es dieses Jahr mit den Ferien im Ausland

Wie wird der Urlaub 2021? Reiserechtsexperte Eike Bernd Lindinger verrät es.
Wie wird der Urlaub 2021? Reiserechtsexperte Eike Bernd Lindinger verrät es.Getty Images/iStockphoto
Das Reisen hat sich verändert. Vor allem die Planung ist wesentlich aufwändiger geworden. Ein Experte verrät, was du jetzt beachten musst.

Nach einem Jahr Corona-Pandemie und dem anhaltenden Lockdown ist die Sehnsucht nach Sand, Meer und Sonne bei vielen größer denn je. Doch werden wir den Strand bei steigenden Infektionszahlen sowie verschärften Ein- und Ausreisebestimmungen in diesem Jahr überhaupt zu Gesicht bekommen?

Durchaus, allerdings sollte man bei der Buchung einiges beachten. Was genau und was sich für Urlauber seit dem Ausbruch der Pandemie geändert hat, haben wir Reiserechtsexperten Eike Bernd Lindinger gefragt: 

"Partyurlaub wird es definitiv nicht mehr geben", hält Dr. Eike Bernd Lindinger im Gespräch mit der "Heute" fest. Auch die Annahme "Im Urlaub ist alles anders und besser!", sei laut dem Experten jetzt noch unrealistischer als jemals zuvor. Man müsse sich schlicht und einfach auf längere Wartezeiten beispielsweise vor dem Wellness-Bereich oder vor dem Pool einstellen, auf das beliebte Frühstücksbuffet verzichten und werde - so wie zu Hause - Maske tragen müssen.

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Vorsicht beim Reiserücktritt

Auch müsse man damit rechnen, dass "sich ein Reiserücktritt nicht mehr so einfach rechtfertigen lasse wie letztes Jahr." Schließlich sei die Corona-Pandemie inzwischen kein unerwartetes Ereignis mehr. "Wer jetzt bucht, der bucht in Kenntnis der Pandemie", so Lindinger.

Dementsprechend sollte man sich schon vorab im Klaren darüber sein, ob man überhaupt reisen möchte oder nicht. Denn Fakt sei: "Ich gehen einen Vertrag ein und wer den Vertrag bricht, der muss zahlen." Aus diesem Grund sei es unabdingbar sich vorab über die Stornobedingungen zu informieren und eventuell eine entsprechende Stornoversicherung abzuschließen.

Tipps für die Planung

Lindingers Empfehlung für den Urlaub 2021: eine Pauschalreise! Denn in diesem Fall würde es sich nur um einen Vertrag handeln und somit um nur eine Stornogebühr - und nicht drei. 

Bei einem Reiserücktritt seien aber vor allem drei Faktoren entscheidend:

1. die allgemeine Fürsorgepflicht
2. Zahlen, Daten, Fakten
3. die Covid-Ein- und Ausreiseverordnungen

Sprich, als Urlauber habe man auch darauf zu achten, welche Maßnahmen und Bestimmungen gelten im jeweiligen Land, wie hoch ist das Infektionsrisiko und die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Ein- und Ausreise. Vor allem Letzteres würde Reisende und Rechtsanwälte vor eine neue Herausforderung stellen, da sich diese nahezu ständig ändern.

Nichtsdestotrotz  sollte jeder Urlauber unbedingt die Reiseunterlagen lesen, rät der Experte. Darin sei oft schon herauszulesen, was tatsächlich angeboten wird und ob seine Erwartungen erfüllt werden können.

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