So klingt Protestlied gegen Minister Heinz Faßmann

Kindergärtner protestieren musizierend vor dem Bildungsministerium.
Kindergärtner protestieren musizierend vor dem Bildungsministerium.Alexandra Diry
Elementarpädagogen und Gewerkschafter bildeten am Donnerstag vor dem Bildungsministerium einen Gesangschor, um auf Missstände aufmerksam zu machen.

Wenn reden nichts bringt, dann muss gesungen werden: Frei nach diesem Motto versammelten sich etwa 50 Aktivisten – mit Gitarren ausgerüstet – am Minoritenplatz 5. Dort stimmten sie das Lied "Große für Kleine" von Iris Stern an (s. Video unten). Mit den kritischen Lyrics geigte das Kindergarten- und Hortpersonal den zuständigen Politikern die Meinung. Den Anstoß dafür gaben die gescheiterten Gespräche mit ÖVP-Minister Heinz Faßmann und das fehlende Mitspracherecht im Beirat für Elementarpädagogik.

Forderung nach Mitspracherecht und Lohnerhöhung

Organisatorin Judith Hintermeier, selbst Pädagogin und Bundesfrauenreferentin in der younion _ Die Daseinsgewerkschaft, spricht anschließend im "Heute"-Interview Klartext: "In diesem Beirat werden wichtige Weichen für die rund 61.500 Beschäftigten in den Kindergärten und Horten gestellt. Der Bildungsminister will aber über deren Köpfe hinweg entscheiden. Die Gewerkschaften sind in dem Beirat nicht erwünscht.“

Karin Wilfingseder, Vorsitzende der Themenplattform Elementarpädagogen, legt nach: "Es gibt aktuell eine Studie von der Uni Wien zur Arbeitszufriedenheit, an der 900 Elementarpädagoginnen teilgenommen haben und die Ergebnisse sind tragisch. Die Rahmenbedingungen und die Gehälter entsprechen nicht dem, was die Leistungsträger verdienen sollten. Gerade in der Pandemie hat sich gezeigt, wie systemrelevant Kindergärten sind!"

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