So leer sind U-Bahnen zu Weihnachten vor Lockdown

Gespenstische Stimmung am Christtag in den Wiener U-Bahnen! In der U4 herrschte in der Früh nach dem Heiligen Abend gähnende Leere.

Leere Sitzreihen, keine von Fahrrädern oder Kinderwägen verstellten Plätze, keine von Menschen versperrten Türen und (fast) keine Fahrgäste – die Wiener U-Bahnen waren Freitagfrüh wie ausgestorben. Wo sonst tausende Personen unter der Woche dicht an dicht gedrängt in die Arbeit fahren, herrschte einen Tag nach dem 24. Dezember nun eine gespenstische Stille.

"Ich bin in der Früh mit der U4 gefahren und es war überhaupt nichts los", berichtet ein Leserreporter gegenüber "Heute" und schickte auch gleich ein paar Fotos als Beweis mit. Und auf den Bildern sind tatsächlich nur vereinzelt Personen in der U-Bahn zu sehen, die Station Karlsplatz ist gar völlig leer. Weit und weit ist niemand zu sehen.

"Lockdown beginnt erst ab dem 26. Dezember, oder?"

"Der Lockdown beginnt aber schon erst ab dem 26. Dezember, oder?", fragt sich der Wiener. Beim Anblick der Aufnahmen könnte man aber wirklich annehmen, dass sich Österreich bereits wieder im dritten Lockdown befindet, dieser tritt aber erst am morgigen Samstag (Stefanitag) in Kraft.

Doch nicht nur in den U-Bahnen ist zu den Weihnachtsfeiertagen offenbar nicht viel los. Auch für diverse Taxi-Services ließ der sonst geschäftige Weihnachtsabend zu wünschen übrig. Wenige Fahrgäste sind für die Öffis kein Problem, für andere Transportservices bedeutet dieser Umstand aber ein drastisches Umsatzminus. "Um 18.00 Uhr habe ich an so einem Feiertag normalerweise schon 500 Euro verdient. Heute sind es 50 Euro", erzählt ein Bolt-Fahrer gegenüber der "Heute".

Er hatte wegen der gelockerten Corona-Maßnahmen am 24. Dezember eigentlich mit erhöhter Nachfrage gerechnet. Das entstandene Minus wieder einzuspielen wird für ihn im kommenden Lockdown kaum möglich sein. 

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