250 Sperrgitter am ersten Lockdown-Skitag

Semmering am Stefanitag
Semmering am Stefanitagprivat
Nach dem Chaos am Semmering, verlief der Stefanitag nach Maßnahmen laut nö. Bergbahnen weit disziplinierter. Am Wechsel war es voll, am Hochkar nicht. 

Verstopfte Zufahrtsstraßen, volle Stellplätze, "Wildparker", Andrang bei den Liften, keine Disziplin auf den Rodelwiesen, zu wenig Abstand und zu wenige MNS-Masken am Christtag ("Heute" berichtete) hatten die Verantwortlichen zu einigen Maßnahmen gezwungen. Am Semmering wurde etwa am Morgen des heutigen Stefanitag 250 Sperrgitter aufgestellt, es gab Zugangsbeschränkungen und es wurde kontrolliert - mehr dazu hier

Maßnahmen zeigten Wirkung

Und dennoch war am ersten Tag des harten Lockdowns Wintersport im Freien erlaubt (Anm.: es gibt ja mittlerweile auch weltweit gut 150 Skihallen, in Österreich noch keine: In Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) zum Beispiel schon seit 15 Jahren ; die Skihalle gehört zu einem der größten Einkaufszentren des Mittleren Ostens).

„Am Semmering zeigten die zusätzlichen Maßnahmen des Liftbetreibers und der Gemeinde Wirkung. Im Vergleich zum Vortag entspannte sich die Lage. Morgen gibt es aber bereits eine weitere Nagelprobe für die heimischen Skigebiete", so Markus Redl, Geschäftsführer der Niederösterreichische Bergbahnen –Beteiligungsgesellschaft (NÖ-BBG).

Generell zeigte sich Markus Redl mit dem Stefanitag recht zufrieden: „Gut besucht und großteils diszipliniert“, stellte Redl, der auch für die Taskforce „Sicher rausgehen in Niederösterreich“ zuständig ist, fest.

Nur 6.500 von 10.000 Tickets verkauft

Von dem rund 10.000 Skitickets umfassenden reduzierten Kontingent, das in Niederösterreichs Skigebieten derzeit zur Verfügung steht, wurden heute circa 6.500 Online-Tickets verkauft. Zum Vergleich: Unter Normalbedingungen können die Skigebiete in Niederösterreich rund 22.000 Tickets pro Tag verkaufen.

Voller Wechsel, Hochkar halb leer

„In den Skigebieten im Mostviertel – Hochkar Bergbahnen, Ötscherlifte und Annaberger Lifte – waren trotz der zu Normalbedingungen um mehr als die Hälfte reduzierten Kontingenten noch freie Kapazitäten. In den Wiener Alpen in Niederösterreich wurden hingegen bei Mönichkirchen-Mariensee und St. Corona am Wechsel die Kontingente ausgeschöpft, die Abläufe haben dort gut geklappt.“

Weiter Analysen, strenge Vorgaben

Sollte es notwendig sein, würden die Bergbahnen gemeinsam mit den Gemeinden zusätzliche Maßnahmen setzen, wie heute am Semmering, um die Besucherströme zu entzerren, kündigte Redl an, die Lage laufend zu analysieren. „Wer heuer in Niederösterreich Ski fahren möchte, muss sich an strenge Vorgaben halten.“

Bundesheer im Einsatz

In Sölden zum Beispiel war das Bundesheer am Weihnachtswochenende sogar im Assistenzeinsatz, auf den Pisten herrschte indes teils gähnende Leere. 

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