Großer Konkurrenzkampf

So passen Wanner und Chukwuemeka ins Rangnick-System

Carney Chukwuemeka und Paul Wanner sind für Österreich spielberechtigt. Teamchef Ralf Rangnick bekommt zwei Topspieler – aber wo stellt er sie auf?
Erich Elsigan
10.03.2026, 14:08
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Am Montag um 13 Uhr gibt Teamchef Ralf Rangnick in Wien seinen Kader für die März-Länderspiele bekannt. Aller Voraussicht nach mit (zumindest) zwei Debütanten. Paul Wanner und Carney Chukwuemeka haben sich für Österreich entschieden, die FIFA erteilte bereits grünes Licht.

Österreich bekommt auf einen Schlag zwei Topspieler dazu. Wanner, der dem DFB einen Korb gab, kickt bei der PSV Eindhoven, sein Marktwert beträgt 14 Millionen Euro. Chukwuemeka, bislang Engländer, ist im Dortmund-Mittelfeld daheim, wird sogar auf 25 Millionen Euro geschätzt.

Fakt ist: Rangnick hat künftig mehr Optionen, aber auch die Qual der Wahl. Der interne Konkurrenzkampf wächst, das Rennen um ein "WM-Leiberl" spitzt sich – vor allem in der Zentrale – zu.

Wanner hält aktuell bei 27 Einsätzen für Eindhoven. Meist spielt er im 4-3-2-1-System durch. Allerdings nicht in seiner "Lieblingsrolle" als Zehner, sondern als Teil der "Doppel-Sechs". Genau diese Position könnte er auch im ÖFB-Team an der Seite von Niki Seiwald einnehmen. Entweder als Backup zum verletzungsanfälligen Xaver Schlager, oder statt Konrad Laimer, der dann wie bei den Bayern den Rechtsverteidiger macht.

Chukwuemeka hat freilich auch keinen Freibrief, ist aber vor allem hinsichtlich Kreativität eine Waffe – sofern der Körper mitspielt. Zuletzt musste der 1,88 Meter große Rechtsfuß beim BVB wegen muskulärer Probleme passen.

In Dortmund kommt der gebürtige Wiener im 3-4-2-1 vorwiegend als "Joker" im offensiven Mittelfeld zum Einsatz. Im ÖFB-Team wäre er daher eine Option zu Marcel Sabitzer, Christoph Baumgartner, Romano Schmid und Patrick Wimmer.

Für Spieler wie Alessandro Schöpf, Marco Grüll, Matthias Seidl, Muhammed Cham oder Andreas Weimann könnte die Einberufung der beiden "Neo-Österreicher" negative Folgen haben. Und auch in der rot-weiß-roten Kabine weht drei Monate vor der WM ein anderer Wind.

Es wird an Rangnick und den Leithammeln David Alaba und Marko Arnautovic liegen, die Egos aller Beteiligten in die richtigen Bahnen zu lenken. Gelingt der Spagat, ist Österreich ab sofort um eine Klasse stärker.

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