Umfrage: So prägt Mama unsere Einstellung zu Sex & Co.

Mama und Tochter verbindet ein besonderes Band.
Mama und Tochter verbindet ein besonderes Band.Getty Images/iStockphoto
Wie stark ist der Einfluss österreichischer Mütter auf ihre Töchter, wenn es um Aufklärung, Verhütung, Sex oder Schwangerschaft geht? 

Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter ist etwas ganz Spezielles. So auch, wenn es um das Thema Frauengesundheit geht. Obwohl sie es vielleicht gar nicht wollen, beeinflussen Mütter ihre Töchter auch in Fragen rund um Sex, Verhütung, Schwangerschaft und Tabuthemen. Das Meinungsforschungsinstitut Integral erhob mittels Online-Interviews, im Auftrag von dem österreichischen Pharmaunternehmen Gynial, die Erfahrungen von 502 Österreicherinnen im Alter zwischen 16 bis 69 Jahren. Die Umfrage beschäftigt sich mit dem Thema Frauengesundheit, im Speziellen mit der Weitergabe von Wissen und Information von Generation zu Generation.

Sex und Verhütung

In der Pubertät spielen die Themen Aufklärung und Verhütung eine große Rolle. Für 4 von 10 Frauen ist beziehungsweise war die Mutter Ansprechpartnerin bei Fragen rund um Verhütung, Sex und Schwangerschaft. Generell gilt: Je jünger die Frauen sind, desto wichtiger ist es für sie, sich ihrer Mutter anzuvertrauen.

Bei der Wahl der Verhütungsmethode vertrauen 45 Prozent der Befragten dem Vorschlag des Gynäkologen. 23 Prozent nennen ihre Freundinnen als Beratung und die eigene Mutter wird von 17 Prozent um Rat gefragt. Spannend: Dies bezieht sich jedoch vorrangig auf Frauen mit höherem Bildungsgrad. Jede vierte Frau trifft diese Entscheidung unbeeinflusst von anderen Faktoren.

Frauenarzt über Empfehlungen

Ihren Gynäkologen fanden 46 Prozent der Frauen durch Weiterempfehlung. Nur ein Drittel wählte den Frauenarzt durch Eigenrecherche. Neben Freundinnen (21 Prozent) sind vor allem die Mütter (16 Prozent) eine wichtige Ratgeberin bei der Arztsuche. Speziell jüngere Frauen (36 Prozent), Frauen mit höherer Bildung (25 Prozent) sowie kinderlose Frauen (24 Prozent) legen auf die Meinung ihrer Mamas großen Wert.

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Unterstützung in Schwangerschaft und Menopause

56 Prozent der Frauen geben an, sich mit ihren Müttern sehr gut über das Thema Schwangerschaft austauschen zu können. 61 Prozent der Frauen mit Kindern beziehungsweise Schwangere erhalten Unterstützung durch ihre Mütter. In punkto Menopause können sich zwar 46 Prozent der befragten Frauen gut mit der Mutter austauschen, aber nur 2 von 10 der über 45-jährigen Frauen erlebten Unterstützung durch die Mutter während der Menopause. Mehr als die Hälfte fühlte sich von der eigenen Mutter in dieser Zeit alleine gelassen. 

Tabuzonen für Mamas

Die Umfrageergebnisse zeigen deutlich, dass nur ein geringer Austausch über Tabus, Intimpflege und Sexualität stattfindet. Unter 30-Jährige und besser gebildete Frauen sind insgesamt aber aufgeschlossener. Ihnen dient die Mutter bei vielen Themen verstärkt als Vorbild. Generell gilt, dass Mütter mit ihren Töchtern vermehrt über Frauengesundheits-Themen sprechen, aber nicht mit ihren eigenen Müttern.

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