So reagieren Fluggäste auf lärmende Kinder

Eine Flight Attendant der Airline Southwest hat sich eines Kleinkindes angenommen, das etwas unruhig war. Zusammen begrüßten sie die Passagiere. (Video: Storyful)
Eine Flight Attendant der Airline Southwest hat sich eines Kleinkindes angenommen, das etwas unruhig war. Zusammen begrüßten sie die Passagiere. (Video: Storyful)
Fliegen mit Kindern kann nicht nur Eltern an ihre Grenzen bringen, sondern auch die Sitznachbarn. Eine Typologie.
Das Flugzeug ist zu klein für uns: Das denkt wohl so mancher Passagier, wenn er seine Sitzreihe im Flugzeug mit einem Kind teilen muss. Kleinkinder sind laut und unruhig – keine gute Voraussetzung für eine Reise von mehreren Stunden auf engstem Raum.

Mit ganz viel Glück treffen Eltern auf eine verständnisvolle Flugbegleiterin wie im Video oben, das diese Woche viral ging.

Ist gerade keine Flight Attendant zur Hand, die sich des Nachwuchses annimmt, kommt es jedoch zum Showdown zwischen Kleinkind und Flugpassagier.

Auf diese Passagiertypen könnten Sie dabei treffen:

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Der gestresste Geschäftsreisende



Er ist ständig unterwegs und immer unter Druck. Seine einzige Pause: die wenigen Stunden, die er im Flugzeug verbringt – vorzugsweise vor sich hin dösend. Schon von der Flugbegleiterin, die ihm einen Kaffee (Zucker? Sahne?) anbietet, fühlt er sich gestört. Kommt aber ein Kind in seine Richtung gelaufen, ergreift er sofort die Flucht. Noch bevor das Kleinkind seine Sitzreihe erreicht hat, hat er beim Flight Attendant eine neue Sitzgelegenheit eingefordert.

Die Wäre-gern-Omi



Noch bevor das Kind überhaupt die Möglichkeit hat, auffälliges Verhalten zu zeigen, stehen sie da und wollen einfach nicht mehr weichen: die "jööööh"-sagenden, Wangen-kneifenden, Haare-verstrubbelnden Omis und Großtanten mit Schoko, Gummibärlis und Zuckerl in ihren Taschen. Spätestens jetzt versucht man als Eltern, so schnell wie möglich auszuweichen. Vergebens. Es gibt kein Entkommen. Im besten Fall hinterlassen die übereifrigen Helfer ein glückliches Kind mit Zuckerschock. Im schlimmsten Fall ein mit Süßigkeiten vollgepumptes Duracell-Häschen ohne Off-Knopf.

Die mitfühlenden Eltern



Wer glaubt, bei Passagieren vom selben Schlag auf Hilfe zu stoßen, täuscht sich. Von den Eltern, die ebenfalls im Flugzeug sitzen, gibt es zwar einen mitleidigen Blick. Er wird dann aber schnell wieder abgewandt, denn wirklich intervenieren wollen sie nicht. Zu froh sind sie, dass das Baby-Drama für einmal nicht sie betrifft. Sie genießen die Ruhe in den eigenen Reihen und halten sich, was alles andere angeht, schön raus.

Die genervten Singles



Sie verdrehen schon dann die Augen, wenn sie Eltern mit Baby, Kleinkind, Teddy, Schnuller und Wickeltasche den Gang entlang stolpern sehen. Zum Glück sind die Kopfhörer schnell zur Hand. Mit etwas Glück übertönt die laute Musik das Kindergeschrei. Gegen den unguten Duft der Windelträger hilft das neue Eau de Toilette aus dem Duty Free. Jetzt noch Augen zu und die Palmen am Sandstrand visualisieren. Ohmmmmm.

Die Erziehungsexperten



Sie sind der absolute Albtraum für Eltern mit unruhigen Kleinkindern. Bei jeder Kleinigkeit warten die vermeintlichen Experten mit ihren pädagogisch wertvollen Tipps auf. Dabei kann man sich sicher sein: Egal, ob das Kind schreit, weil es nicht kriegt, was es will, oder ob es sich zufrieden zurücklehnt, weil die Eltern dem kindlichen Begehren nachgegeben haben: Irgendetwas hat man immer falsch gemacht.

(ek/20 Minuten)

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