Wenn bei einem Wohnungseinbruch oder Brand wertvolle Gegenstände verschwinden oder zerstört werden, beginnt für viele der Kampf mit der Versicherung. Ohne konkrete Nachweise wird es schwierig, den vollen Schaden ersetzt zu bekommen.
Die Lösung: eine sogenannte Wertgegenstandsliste. Sie dokumentiert alles Wertvolle im Haushalt und hilft, im Ernstfall schnell den Schaden zu belegen.
Auf die Liste gehören vor allem die wertvollsten Gegenstände der Wohnung, wie chip.de berichtet. Beginne mit Schmuck, Elektronik und Großgeräten, denn diese sind in der Anschaffung besonders teuer. Je genauer du die Artikel beschreibst und je mehr Infos du angeben kannst - etwa Seriennummern -, desto besser.
Optimal ist es, wenn du auch Fotos machst und Kaufbelege dazu sammelst. Rechnungen kannst du einfach abfotografieren und zusammen mit den Bildern in einem Ordner speichern. Wer es gründlich machen will, geht Raum für Raum durch und listet auch Möbel oder teure Kleidungsstücke auf.
Die Polizei profitiert ebenfalls von solchen Listen: Tauchen gestohlene Gegenstände wieder auf, können sie anhand der präzisen Beschreibung ihrem Eigentümer zugeordnet werden.
Wer die Mühe auf sich genommen hat, sollte den nächsten Schritt nicht unterschätzen: Die Liste muss sicher aufbewahrt werden. Ein einziger Ordner auf dem PC reicht nicht - der könnte bei einem Brand oder Wasserschaden ebenfalls zerstört werden.
Experten empfehlen daher, die Daten digital zu führen und zusätzlich in einer Cloud oder einem Bankschließfach zu sichern. So ist die Liste auch dann verfügbar, wenn zu Hause alles verloren geht.
Außerdem solltest du die Liste mindestens einmal pro Jahr aktualisieren. So behältst du den Überblick, ob dein aktueller Versicherungsschutz noch ausreicht oder die Versicherungssumme angepasst werden muss.