So schätzt Austro-Forscher den Impf-Todesfall ein

Eine Krankenschwester gibt einem älteren Patienten in Neuenburg die erste Dosis des Pfizer-BioNTech-Impfstoffs.
Eine Krankenschwester gibt einem älteren Patienten in Neuenburg die erste Dosis des Pfizer-BioNTech-Impfstoffs.picturedesk.com
In der Schweiz verstarb eine Person, die eine Coronavirus-Impfung erhielt. Simulationsexperte Niki Popper gibt eine "erste grobe Einordnung" ab.
Was ist passiert?

In einem Luzerner Pflegeheim starb eine Person, nachdem sie gegen das Coronavirus geimpft wurde. Ob ein Zusammenhang zwischen der Impfung und dem Tod des Betroffenen besteht, ist derzeit noch unklar. Grundsätzlich gilt die Impfung als sicher, bei einer Allergie auf Impfstoffe können allerdings Komplikationen auftreten. Weltweit wurden bereits mehrere Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft, Todesfälle waren bisher keine bekannt.

Wie ist das einzuschätzen?

Simulationsexperte Niki Popper spricht sich gegenüber der "APA" für eine "nüchterne Analyse" des Falls aus. Zwar sei es wichtig, Nebenwirkungen ebenso wie die Wirksamkeit der Impfung kritisch zu betrachten, man müsse aber "den wirklichen Grund" für den Todesfall abwarten, um eine Einschätzung treffen zu können. Außerdem gelte es, die Zahlen und Statistiken der bisher geimpften Personen genauestens zu analysieren.

Was sagt die Statistik aus?

"Auch wenn es zynisch klingen mag – wenn ein Mensch in Österreich über 80 Jahre alt ist, liegt gemäß Daten der Statistik Austria die Chance, dass man innerhalb eines Jahres stirbt, bei rund zehn Prozent", sagt Popper zur "APA". Von 120 Menschen über 80 Jahre sterbe jeden Monat statistisch einer, das gelte auch für geimpfte Über-80-Jährige, so Popper. Er verweist aber auch darauf, dass dies eine "erste grobe Einordnung" sei und man sich noch viele Aspekte ansehen müsse.

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