So sehen Sie die heutige Mondfinsternis am besten

Ein beeindruckendes und äußerst seltenes Himmelsereignis ist heute zu beobachten. Eine totale Mondfinsternis zieht die Beobachter in ihren Bann.
Heute Abend erwartet uns ein ganz besonderes Spektakel am Himmel. Der Mond verfinstert sich für ganze 103 Minuten. Eine längere totale Mondfinsternis wird es im 21. Jahrhundert nicht geben.

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Dass die Mondfinsternis diesmal so lange dauert, hat zwei Gründe. So durchquert der Mond beinahe direkt die Mitte des Kernschattens. Gleichzeitig befindet sich der Mond an diesem Datum in seinem Juli-Apogäum, also am erdfernsten Punkt in diesem Monat.

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CommentCreated with Sketch.5 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Von einer totalen Finsternis spricht man, wenn der Mond vollständig in den Kernschatten der Erde eintritt, also nicht mehr direkt von der Sonne angestrahlt wird. Weil es wegen der Lichtbrechung in der Erdatmosphäre auch im Kernschatten nicht ganz dunkel ist, bleibt der Erdtrabant trotzdem sichtbar.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Mondfinsternis in der Übersicht finden Sie hier!

Freier Blick auf Südost-Horizont

Dabei wird das "langwellige", rote Licht der Sonne in der Erdatmosphäre stärker gebrochen, als etwa das blaue und genau in den Schattenkegel abgelenkt. Das gibt dem Mond die charakteristische rote Färbung.



Quelle: apa/picturedesk.com

Zu beachten ist, dass der Mond am 27. Juli sehr flach steht. Wer den Mond in seiner vollen Pracht beobachten will, sollte sich deshalb einen Platz mit möglichst freiem Blick zum Südost-Horizont suchen. Oder gleich ins östliche Mittelmeergebiet fahren, wo die gesamte Kernschattenphase vor dunklem Nachthimmel beobachtet werden kann.

Wetter spielt mit

Sorgen, Wolken könnten den Blick auf das seltene Naturschauspiel verdecken, muss man sich kaum machen, erklärt UBIMET-Chefmeterologe Manfred Spatzierer gegenüber "Heute"": "Die Chancen, die Mondfinsternis zu sehen, sind in Österreich sehr gut." Das größte Risiko, dass sich eine Wolke vor den Mond schieben könnte, besteht laut Spatzierer im Grenzgebiet zwischen der Steiermark und Kärnten – und selbst hier geht der Experte davon aus, dass die Gewitter am Nachmittag komplett in sich zusammenfallen. In Wien bleibt es übrigens trocken.

Höhepunkt in Wien um 22.22 Uhr

Laut Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie sieht man hier die Mondfinsternis in Wien am besten: Laaer Berg (Nähe Panoramaschenke), Sophienalpe und am Cobenzl.

Das Timing passt bei dieser Mondfinsternis übrigens perfekt, da sie gleich am Abend zum Mondaufgang beginnt. In Wien geht der Mond beispielsweise um 20.29 Uhr bereits schwach partiell verfinstert auf. Die totale Finsternis findet um 22.22 Uhr statt, nach Westen zu hingegen etwas später. Der Mond verschwindet aber nicht ganz, sonst er erscheint verdunkelt und rötlich verfärbt.

Den besten Blick auf die Mondfinsternis hat man übrigens in Zentralasien und Ost-Afrika. In den Kernschatten der Erde tritt der Mond am 27. Juli um 20.24 Uhr ein. Von dieser ersten Phase werden wir hierzulande allerdings nichts mitbekommen, da der Mond bei uns etwa um 21 Uhr aufgeht.

Auf die nächste Mondfinsternis, die in Österreich ähnlich lange wie die aktuelle zu sehen ist, muss man dann wieder lange Zeit warten. Sie findet nämlich erst am 5. Oktober 2275 statt.



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