So sieht Sonnenfinsternis auf dem Mond aus

Ein deutscher Hobbyfunker fotografierte eine Sonnenfinsternis von einem chinesischen Satelliten aus. Die Bilder sind beeindruckend.

Anfang Juli erlebte Südamerika eine totale Sonnenfinsternis - ein seltenes Naturschauspiel. Der deutscher Hobbyfunker Reinhard Kühn am anderen Ende der Welt schaffte es, ein Foto der Sonnenfinsternis zu knipsen, und zwar vom Mond aus gesehen. Die Fotos sind beeindruckend. Deutlich sichtbar ist der riesige dunkle Schatten der Sonnenfinsternis auf der Erdkugel.

Gemacht hat das Foto der chinesische Satellit "Longjiang 2". Wie der 70-jährige Deutsche Zugang zu einem chinesischen Satelliten bekam? Er ist technisch so gut ausgestattet, dass er offiziell mit China bei Raumfahrtprogrammen zusammenarbeitet. "Die haben festgestellt, dass sie jemanden brauchen, wenn in China der Mond nicht mehr sichtbar ist", sagte Kühn der deutschen Presseagentur DPA.

Funkstationen helfen aus, wenn China im Funkschatten ist

Wenn sich die Erde dreht, verliert China nämlich zwischenzeitlich den Kontakt zum Satelliten. Funkstationen in anderen Teilen der Erde wie die von Kühn übernehmen dann kurzzeitig die Steuerung. Kühn hatte in dieser Funktion auch bei der Landung der chinesischen Sonde "Chang'e 4" auf der Rückseite des Mondes geholfen.

Kühn bekam aus China regelmäßig digitale Datenbanken mit Befehlen, über die er den chinesischen Satelliten "Longjiang 2" steuern konnte. Der Satellit hatte die Sonnenfinsternis am 2. Juli aufgenommen, den Befehl zum Download des Bildes hatte Amateurfunker Kühn den Kommandos der Chinesen beigefügt.

(hos)

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