Mit den Meeren sieht es weltweit düster aus! 101 Umweltorganisationen erstellen einen Rettungsplan, wie man in 10 Jahren "das Ruder noch herumreißen" kann.
Wir Menschen zerstören mit unserem Lebensstil die Meere und Küsten unseres Planeten nachhaltig. Es besteht "dringender Handlungsbedarf, um die "Zerstörung und Verschmutzung umzukehren" und "das Ruder herumzureißen", wie die Meeresschutzorganisation "OceanCare" in einer aktuellen Aussendung informiert.
Darum haben sich 101 Umweltschutzorganisation wie der WWF, BirdLife Europe oder OceanCare zusammengetan und präsentieren das "Blaue Manifest". Ein Rettungsplan, der ganz konkrete Schutz-Forderungen für die kommenden zehn Jahre an die Europäische Komission stellt.
Sichtbare und unsichtbare Meeresverschmutzung wie (Mikro-)Plastik oder Öl, tödlicher Unterwasser-Lärm, konventionelle Fischerei und unzählige Delfine, Seevögel oder Meeresschildkröten, die (ungewollt, aber einkalkuliert) in Fischernetze geraten und sterben – wie wir Menschen fischen, handeln, essen oder reisen, ist für Gewässer, Tierwelt und Klima fatal.
101 Umweltschutzorganisationen fordern die Europäische Kommission geschlossen dazu auf, den Schutz der Meere als wesentliches Element in den Klimastrategien des"European Green Deal" zu verankern. "Die Meere bedecken 70 % der Oberfläche unseres Planeten, puffern den Klimawandel und liefern Sauerstoff - sie sind das Lebenserhaltungssystem der Erde. Damit sie ihre lebenswichtige Funktionen weiter erfüllen kann, müssen die Meere gesund und voller Leben sein...", so Monica Verbeek, Geschäftsführerin von "Seas At Risk".
Das "Blaue Manifest" beschreibt, welche Maßnahmen in den kommenden zehn Jahren nötig sind, um die Zerstörung der Meere und Küsten in Europa umzukehren. Konkret fordern die Umweltschutzorganisationen:
- Mindestens 30 % der Meere unter hohem und höchsten Schutz bis 2030
- Umstieg auf schonende Fischerei
- Schluss mit der Verschmutzung der Meere
- Maßnahmen zur Wiederherstellung gesunder mariner Ökosysteme
Für die Meeresökosysteme sieht es nicht nur in Europa, sondern auf der ganzen Welt düster aus, wie jüngste Berichte der UNO, des Weltklimarats (IPCC) oder des Weltbiodiversitätsrats (IPBES) zeigen. Fischerei, Verschmutzung und Unterwasserlärm sind nur drei große Probleme, die es zu lösen gilt.
"Es geht darum, die Meeresböden heilen zu lassen und der zerstörerischen Fischerei Einhalt zu gebieten. Es ist unverständlich, dass der Beifang von Delfinen, Seevögeln und Meeresschildkröten noch immer toleriert wird...", so Bruno Campus, BirdLife Europa & Central Asia in der gemeinsamen Aussendung.
"Die EU hat mehr Wasser- als Landfläche und sollte als ökonomische Weltmacht mit gutem Beispiel vorangehen. Die Meeresgewässer der EU werden stark genutzt und müssen rasch wieder in ihren früheren Zustand des Tierreichtums zurückversetzt werden...", so Pascale Moehrle, Geschäftsführerin von "Oceana Europe".
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