So soll Finanzhai Häuslbauer um 2 Mio. € betrogen haben

Der Angeklagte am Weg in den Gerichtssaal
Der Angeklagte am Weg in den Gerichtssaalprivat
Ein Finanzberater soll Häuslbauer um knapp 2 Millionen Euro betrogen haben, jetzt musste er erklären, wohin das Geld verschwunden sein soll.


Mit der Einvernahme von geprellten Häuslbauern wurde der Betrugsprozess gegen einen Baukoordinator (57) diese Woche mit den Verhandlungstagen drei und vier in St. Pölten fortgesetzt: „Wir hatten einen Kredit für ein Carport und Pflasterarbeiten. Davon hat sich der Angeklagte  49.200 Euro auf sein Konto überwiesen. Gewusst habe ich das nicht. Vereinbart war, dass er unsere Rechnungen bezahlt. Weil aber nie gebaut wurde, ist das auch nie geschehen“,  so ein  43-Jähriger vor Gericht.

Malerarbeiten bezahlt?

Der Baukoordinator will mit dem Geld Malerarbeiten im Haus des Zeugen berappt haben. „Stimmt nicht, bei uns wurde sicher nicht gemalt“,  so der Häuslbauer.

Für den Hausanbau hatte sich ein 52-Jähriger einen  Kredit aufgenommen. Nachdem der Angeklagte die Planung übernommen hatte, blieb davon wenig übrig. „3.300 Euro Honorar hat er verlangt. 25.300 Euro hat er dann  angeblich an eine Baufirma überwiesen. Die Firma hat das Geld aber nicht bekommen und gebaut wurde nichts. Dann hat er 23.400 Euro abgebucht, wofür weiß ich nicht“, sagte der 52-Jährige.

Vollmacht gefälscht

Auch mit einer gefälschten Vollmacht soll der Angeklagte den  Mann abgezockt haben. „8.000 Euro hat er sich bar auszahlen lassen, eine Vollmacht  habe ich aber nie unterschrieben“, so der 52-Jährige im Zeugenstand.

Wie berichtet soll der 57-jährige Ex-Standesbeamte Kunden um über 1,9 Millionen Euro betrogen haben. Ein Urteil soll am 1. März gefällt werden, es gilt die Unschuldsvermutung. 

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